Gute Argumente nach Stuttgart liefern

Vorstand der Handwerkskammer Ulm diskutiert mit Landtagsabgeordneten die „Blaue Plakette“

„Die Landespolitik bestimmt massiv die Bedingungen unseres regionalen Handwerks. Dorthin müssen wir unsere Argumente liefern“, so die Bilanz von Joachim Krimmer, Präsident der Handwerkskammer Ulm, zur vergangenen Vorstandsreise in die Landeshauptstadt. Im Zentrum des gemeinsamen Austausches mit der Politik standen unter anderem die Auswirkungen der „Blauen Plakette“. Hier formulierte der Vorstand klare Erwartungen nach Ausnahmeregelungen und Übergangsfristen.


„Viele Betriebe haben ihren Fuhrpark erst auf die grüne Plakette samt Euro-5-Norm angepasst“, so Krimmer. „Da unsere Investitionszyklen meistens acht bis zehn Jahre umfassen, ist jede Änderung betriebswirtschaftlich unrentabel und mit unsinnigem Mehraufwand verbunden.“ Darauf müsse die Landepolitik jetzt entsprechend Rücksicht aufnehmen. Insbesondere die Umrüstung von Lieferfahrzeugen auf Euro-6-Norm sei kompliziert, teuer und stehe nicht im Verhältnis zu den Anforderungen der Kunden an das Handwerk. Krimmer: „Unsere Kunden fragen nicht mit welchem Fahrzeug wir kommen. Unsere Kunden verlangen nach einer zeitnahen und qualitativ guten Bearbeitung ihrer Anliegen.“


Doppelhaushalt für handwerkspolitische Schwerpunkte nutzen
Der Vorstand diskutierte mit den Abgeordneten zudem über den anstehenden Doppelhaushalt des Landes für die Jahre 2018 und 2019. Die Landespolitik könne hier aus dem gemeinsamen Strategiedialog mit dem Wirtschaftsministerium entsprechende Schwerpunkte setzen. Krimmer: „Die Ableitungen aus „Handwerk 2025“ müssen sich im Haushalt widerspiegeln.“ Dazu gehörten Investitionen in die berufliche Bildung sowie die Unterstützung der Betriebe bei Engagements zur Digitalisierung und Fachkräftesicherung.


Der Vorstand freute sich zudem über die ersten positiven Anzeichen zur Einführung eines Meisterbonus. Wilfried Pfeffer, Arbeitnehmervizepräsident der Handwerkskammer Ulm, dazu: „Bildung darf nicht am Geldbeutel scheitern. Ein Meisterbonus zur finanziellen Unterstützung wäre ein toller Anreiz für Handwerker und Betriebe ihre Weiterbildung zu stärken.“ Das Land brauche mehr Meister, die Fachkräfte und Ausbilder sind.


17. März 2017

Veronika Thanner
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Der Vorstand der Handwerkskammer Ulm um Präsident Joachim Krimmer im gemeinsamen Austausch mit dem Ministerialdirigenten des Staatsministeriums, Werner Schempp. (Foto © Handwerkskammer Ulm)

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