Die Stimmung im Handwerk ist wie erwartet gut

Handwerksbetriebe zwischen Jagst und Bodensee profitieren von ordentlichem Frühjahrsaufschwung

Das Handwerk verzeichnet weiter gute Konjunkturwerte. Nach einem positiven Start in das Wirtschaftsjahr 2017 verbessert sich die Auftragslage zum zweiten Quartal erneut. Für die letzten Wochen im zweiten Quartal meldeten 37 Prozent der Handwerker volle Auftragsbücher. Das ist das zentrale Ergebnis der vierteljährlichen Konjunkturumfrage des Baden-Württembergischen Handwerktags. Joachim Krimmer, Präsident der Handwerkskammer Ulm geht davon aus, dass die Auftragslage weiter steigt: „Die gute Konjunktur basiert auf dem grundlegenden Vertrauen zwischen den Kunden und den Handwerksbetrieben. Im Handwerk bewegt sich etwas. Wir sind stark und leistungsfähig. Die Bevölkerung setzt weiter auf Qualitätsarbeit“, so Krimmer.
 

Auftragslage und Umsatzaussichten weiter positiv
 

Der Großteil der Betriebe zwischen Jagst und Bodensee unterstreicht mit seinen Einschätzungen die Konjunktursituation. 76 Prozent der rund 18.500 Betriebe sind mit ihrer Lage zufrieden. Nur knapp drei Prozent betrachten die vergangenen Frühjahrsmonate negativ – diese Zahl hat sich seit der Befragung 2016 halbiert. Das positive Konjunkturklima nehmen die Ulmer Betriebe auch ins nächste Quartal mit. 78 Prozent der Handwerker zwischen Jagst und Bodensee sind zuversichtlich, dass die Auftragslage in den kommenden Sommerwochen noch mehr zunimmt oder gleich gut bleibt. Hinsichtlich des Sommerhochs erwarten rund 25 Prozent der Handwerker ein weiteres Auftragsplus.
Auch die Umsatzentwicklung verlief im zweiten Quartal sehr gut. Etwa 44 Prozent der Handwerksbetriebe im Gebiet der Handwerkskammer Ulm melden einen Umsatzzuwachs – für 34 Prozent wird dieser in den kommenden Wochen auch nicht nachlassen. Die Betriebe gehen außerdem davon aus, dass in den kommenden Wochen die Zahl der Beschäftigten im Handwerk weiter zunehmen wird. Fast 16 Prozent der Betriebsinhaber planen, neue Mitarbeiter einzustellen.
 

Handwerksbetriebe haben großen Bedarf an Azubis

Im Vorfeld zur Bundestagswahl 2017 rückt der politische Fokus des Handwerks in Richtung Berlin. Krimmer: „Die Auftragslage im Handwerk ist gut. Die Betriebe wollen investieren und brauchen Nachwuchs.“ Durch die immer stärkere Digitalisierung wachsen die Anforderungen auch in diesem Bereich. Beispielsweise wünschen sich die Kunden zunehmend Dienstleistungen aus einer Hand. „Dafür brauchen wir Fachkräfte“, so Krimmer. Deshalb fordert der Präsident der Handwerkskammer Ulm, dass die Bildungsmöglichkeiten im Handwerk strukturell erweitert werden. Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm, Dr. Tobias Mehlich, unterstützt die Forderung des Handwerkskammerpräsidenten: „Die Politik muss nach der Bundestagswahl eine höhere Berufsbildung möglich machen und in einem Pakt für die Berufliche Bildung besser fördern“, so Mehlich.
 

18. Juli 2017

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Veronika Thanner
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Fachbereichsleiter/-in
Handwerkskammer Ulm

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