Digitales Flottenmanagement

 

Handwerksbetriebe, die über einen Fuhrpark von z.B. Servicefahrzeugen verfügen, haben durch Nutzung moderner Managementsysteme stets den Überblick über ihre Fahrzeuge im Außendienst. Die Visualisierung erfolgt dabei mit digitalen Karten. Koordinieren und navigieren Sie Ihren Fuhrpark mittels GPS tracking und verbessern Sie damit die projektbezogene Zuordnung der Kosten eines Auftrages.

 

Der Name ist irreführend: Eine Flotte fängt schon mit einem einzigen Fahrzeug an – wenn es zum Betrieb gehört und eine entsprechende Verwaltung erfordert. Im Handwerk ist das kein Kunststück. Schon der Ein-Mann-Betrieb hat sein Nutzfahrzeug, seinen Dienstwagen und nicht selten noch einen Zweitwagen – und alles über den Betrieb. Geld verdienen können sie in der Regel nur, wenn sie unterwegs sind, zum Kunden, zur Baustelle oder zum Großhändler, um Material zu besorgen.

 

Dokumentation gegenüber dem Kunden

 

Aber diese Mobilität ist ein bedeutender Kostenfaktor für die laufenden Betriebsausgaben. Genau hier setzt Flottenmanagement ein. Die passende Software hilft, die Fahrzeuge optimal zu verwalten, Routen zu planen und Fahrtwege, Fahr- sowie Arbeitszeiten zu optimieren. Das macht auch die Kosten transparent, weil die Flottenmanagementplattform alles dokumentiert. Einen Vorteil, den die Nutzer solcher Systeme spätestens dann zu schätzen wissen, wenn es im Gespräche mit Kunden zur Diskussion über Fahrtkosten und Arbeitszeiten kommt. Genau diesen Diskussionen kann man nun mit Fakten entgegnen. Echtzeit-Informationen zum Standort der Fahrzeuge sind verfügbar und eine direkte Kommunikation mit den Fahrern wird möglich. Wenn sich Kunden über den Aufenthalt der Teams beschweren und behaupten, sie seien noch nicht auf der Baustelle eingetroffen, dann zeigt ein Blick auf das Flottenmanagementsystem, ob das stimmt. Die Dokumentationen gegenüber Kunden sind der eine Vorteil, die Verwertbarkeit dieser Daten für die Buchhaltung ein weiterer.

 

Fahrzeugortung sorgt für Übersicht

 

Fahrt- und Arbeitszeiten lassen sich direkt in die Buchhaltung einpflegen. Das erleichtert nicht nur die Lohnbuchhaltung, sondern auch das Rechnungswesen. Zudem kann jeder Unternehmer die Daten nutzen, um aktuelle Arbeiten besser planen zu können. Hat ein Betrieb mehrere Baustellen und es fehlt an Material oder Mitarbeitern, kann der Inhaber direkt sehen, wen er am günstigsten losschicken kann und wann er voraussichtlich vor Ort sein wird. Anhand der Routenplanung kann die Zentrale sehen, wer sich aufgrund seines Standorts, aber auch der aktuellen Verkehrslage am besten dazu eignet. Damit sind derartige Systeme auch für eine Fahrzeugortung geeignet. Überspitzt formuliert, kann der Chef auch kontrollieren, ob seine Mitarbeiter auf der Baustelle oder vor einer Kneipe parken.

 

Vernetzung mit anderen betrieblichen Systemen ist möglich

 

Viele Betriebe arbeiten heute mit einer Handwerkssoftware für das Projektmanagement, die Nachkalkulation oder die Rechnungslegung mit integrierter Kundendatenbank. In der Praxis verknüpfen häufig Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen ihr Telematiksystem mit dieser Software. So können z.B. Aufträge aus dem Kundenverwaltungssystem direkt auf das Navi im Fahrzeug geschickt werden. Die Fahrer können sich nach absolviertem Auftrag direkt auf ihrem Gerät die Unterschrift des Kunden holen. So kann direkt nach Erledigung der absolvierte Auftrag inkl. Arbeitszeit, Anfahrt und Tätigkeiten automatisch an das Abrechnungssystem weitergeleitet und dem Kunden automatisiert fakturiert werden. Ein solcher Prozess hilft vielen Unternehmen schon heute, Zeit und Geld zu sparen. So z.B. profitiert die mittelständische Clean-Rohr Service GmbH von einer kompletten Anbindung des CRM-Systems an den Fuhrpark (mehr hier: http://bit.ly/TTT-Service). Doch auch größere Unternehmen setzen Telematik schon heute erfolgreich ein. So spart die schwaben netz gmbh im Störfall bis zu 20% Zeit ein. Durch den Einsatz von Telematik konnte die Effizienz der Touren erheblich gesteigert und der administrativen Verwaltungsaufwand auf ein Minimum reduziert werden. „Mit der Zeitersparnis ist pro Fahrzeug ein zusätzlicher Kundendiensteinsatz täglich drin.“ sagt Heinz Barth,  Leiter Technik, der schwaben netz gmbh. (mehr hier: http://bit.ly/TTT-Netz).

Bild: Telematik-System der Fa. TomTomTelematics

Telematik hilft beim Benzin sparen

 

Ein noch relativ neuer Baustein von Telematik-Systemen kann Fahrern aktives Feedback zum Fahrstil geben. Beispielsweise erhalten sie anhand der für die aktuelle Route hinterlegten Daten Informationen, wann der Fuß vom Gas genommen werden kann, weil z.B. die Abfahrt in 700m Entfernung genommen werden oder in eine Kurve gefahren werden muss. Mit derartigen Hinweisen konnte selbst ein erfahrener Fahrtrainer seinen bereits guten Verbrauch noch einmal deutlich senken, wie 2015 ein Test der Dekra-Akademie ergab (Mehr hier: http://bit.ly/TTT-Fahrertraining). Das summiert sich: Die Einsparungen machen es möglich, dass sich das Flottenmanagementsystem u.a. durch die geringeren Verbräuche schon nach wenigen Monaten amortisiert hat.

 

Telematik hilft Unternehmern, erbrachte Leistungen zu belegen, Verbesserungspotenziale zu erkennen und die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Ein Kompendium, in dem Betriebe berichten, wie sie dank der Digitalisierung den eigenen Aufwand enorm verringern konnten, steht unter unten aufgeführtem Link kostenlos zum Download zur Verfügung.

 

Ansprechpartner

Gunter Maetze
Innovation und Technologie
Fachbereichsleiter/-in
Handwerkskammer Ulm

Telefon: 0731 1425-6385
Telefax: 0731 1425-9385

nach oben