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Handwerk kommt in Fahrt
Es geht aufwärts
Konjunkturbericht der Handwerkskammer Ulm

Nach dem langen Winterhalbjahr sorgen Nachholeffekte für ein deutliches Quartalswachstum. Der BWHT-Konjunkturindikator, das wichtigste Stimmungs- und Trendbarometer für das baden-württembergische Handwerk, verbesserte sich weiter und erreicht im zweiten Quartal 2010 den höchsten Stand seit Mitte 2008. Neben dem Bausektor und dem Gesundheitssektor sind es vor allem die Exportmärkte, von denen positive Konjunktursignale ausgehen. Die Handwerkskammer Ulm rechnet damit, dass im Handwerk Arbeitsplätze entstehen können, wenn man sie denn besetzen kann.

In den Handwerksbetrieben der Handwerkskammer Ulm geht es wieder aufwärts. In einer Pressekonferenz stellten Präsident Anton Gindele und Hauptgeschäftsführer Dr. Tobias Mehlich die Konjunkturentwicklung im 2. Quartal 2010 dar. Danach hat sich die Geschäftslage verbessert. Fast jeder zweite Befragte bewerte seine Geschäftslage positiv. „Für die kommenden Monate sind die Handwerksbetriebe ausgesprochen zuversichtlich. In den kommenden Monaten wird auch die Investitionstätigkeit weiter anziehen“, sagte Gindele voraus. Mehr als die Hälfte der befragten Handwerksbetriebe planen, in neue Maschinen und Werkzeuge zu investieren. Deshalb forderte der Kammerpräsident, ökonomisch und ökologisch sinnvolle Maßnahmen zur Zukunftssicherung zu erhalten.
Präsident der Handwerkskammer Ulm Anton Gindele im Gespräch mit Radio 7 Reportern.

Die Auftragslage der Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Ulm fällt im zweiten Quartal 2010 besser aus als noch vor einem Jahr. 60 Prozent rechnen mit stabilen Aufträgen. So ist die Auslastung der Betriebe langsam, aber stetig besser. Jeder 10. Handwerksbetrieb ist voll ausgelastet.
Die Umsätze der Handwerksbetriebe in der Kammerregion sind im Frühjahr kräftig gewachsen.
Im Verlauf des zweiten Quartals 2010 konnte mehr als jeder zweite Handwerker einen Zuwachs beim Umsatz verbuchen. Knapp 28 Prozent rechnen mit einem Umsatzanstieg. Diese positive Umsatzerwartung zeige einen gedämpften Optimismus.
„Die besonnene Beschäftigungspolitik der Handwerkerinnen und Handwerker hat für eine gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Kammergebiet gesorgt, über 10 Prozent der befragten Unternehmen waren zum Ende des zweiten Quartals mehr Mitarbeiter als zuvor“, erläuterte Mehlich die Beschäftigungsentwicklung. So sehen auch die Beschäftigungserwartungen im regionalen Handwerks gut aus: mehr als 11 Prozent der befragten Handwerksbetriebe wollen die Beschäftigtenzahl im Verlauf der nächsten drei Monate erhöhen.
„In allen Handwerksgruppen ist das Handwerk in Fahrt gekommen. Wenn alles gut läuft, werden wir im Handwerk Beschäftigung aufbauen“, sagte Gindele. Besonders im Bauhauptgewerbe, mit Abstrichen auch im Ausbau- und Nahrungsmittelhandwerk sowie in den Bereichen Gesundheit und gewerblicher Bedarf haben sich die Meldungen zur Geschäftslage im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Der größte Sprung ins Positive verzeichneten die Bereiche Gesundheit und gewerblicher Bedarf, die mit Abstand schwierigste Lage hat zur Zeit das Kfz-Handwerk. Gindeles Fazit: „In allen Bereichen des regionalen Handwerks sind die befragten Betriebe zuversichtlicher geworden. Sie stützen sich auf zwei Säulen: Qualität und Innovationskraft. Das honorieren die Kunden auch in schlechten Zeiten.“
Pressekonferenz Konjunktur II. Quartal 2010 (55 kB)
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