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06.07.2010
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Bildungsakademie Ulm: Handwerk startet Investitionen
800.000 Euro am Ulmer Schulberg schon investiert -
Kommendes Jahr folgt eine weitere knappe Million Euro
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Das Handwerk eröffnet mit den ersten 800.000 Euro den Investitionsreigen am Ulmer Schulberg und freut sich auf die angekündigten Investitionen der Stadt Ulm und des Landes in die Berufliche Bildung. Im nächsten Jahr wird die Handwerkskammer Ulm weitere knapp eine Million Euro in ihre zertifizierte Bildungsqualität investieren.
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„Der Mensch fängt nicht erst beim Akademiker an, duale Bildung ist doppelt gute Bildung“, sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm. Für ihn läuft die aktuelle Diskussion rund um die Bildung viel zu sehr auf die Theorie der Schule hinaus. 800.000 Euro haben die Handwerker nunmehr in ihr Bildungszentrum am Kuhberg investiert, auch mit Hilfe des Konjunkturpakets. Für die kommenden Jahre hat die Stadt Ulm angekündigt, ihre beiden benachbarten Berufsschulzentren - Ferdinand-Steinbeis und die Robert-Bosch-Schule - ebenfalls weiter zu entwickeln. „Das ist genau die richtige Richtung: Berufliche Bildung, also Bildung mit Schule und in der Praxis verankert, darf in unserer Bildungsdiskussion nicht vergessen werden. Deshalb begrüßen wir die angekündigten Aktivitäten der Stadt Ulm sehr“, so Mehlich.
Das Handwerk unterhält am oberen Kuhberg seit Jahrzehnten eines der modernsten Schulungszentren für die Berufliche Bildung. Die Auszubildenden der Handwerksbetriebe erhalten hier alles von der überbetrieblichen Grundlagenausbildung bis hin zum Spezialkurs für die berufliche Fortbildung oder die Meistervorbereitung. „Die modernen Produkte unserer Zeit kommen nur dann beim Verbraucher und Endkunden an, wenn das Handwerk sie dorthin bringt und zuhause einbaut. Das verlangt beim Handwerker permanentes Lernen, damit die Innovation auch tatsächlich umgesetzt werden kann.“
Dementsprechend wichtig ist für Mehlich diese aktuelle Investition auf dem Ulmer Schulberg. Damit verbessere die Bildungsakademie ihre Lehrausstattung weiter deutlich: Neue Lehrkabinen in der Elektrohalle, aktuelle Fräs-, Hobel-, Härteprüfmaschinen mit neuen Werkzeugen, Schleiftische, eine neue Schweissplatzausrüstung. Ein wesentliches Augenmerk lag auf dem Thema Energie. Dort finden sich neue PCs, Notebooks sowie eine neue EDV zum Lernen im Verbund bzw. e-learning. „Das Thema Energiemobilität werden wir als Gesellschaft nur dann gewinnbringend nutzen können, wenn der Handwerker den Weg vom Vergaser zur Stromversorgung lernt, wenn er lernt, wie man ein Elektro-Auto pflegt, repariert und am Laufen hält, ansonsten wird kein einziges bei uns fahren“, sagt Tobias Mehlich, „auf diese Wissensvermittlung stellen wir uns jetzt mit den Investitionen in unsere Bildungsakademie in Ulm ein.“
Alle Aufträge wurden nach öffentlichen Ausschreibungen für die Modernisierung von regionalen Betrieben aus den Gewerken Elektrotechnik, Dachdecker, Klempner, Metall, Glaser und Fens-terbau sowie Sanitär- und Heizungsbau fristgerecht ausgeführt. Mehlich: „Wir geben damit ein Beispiel, wie das regionale Handwerk mit interessanten Aufträgen ausgestattet werden kann. Dadurch werden die regionalen Leistungen des örtlichen Handwerksbetriebs geachtet. Denn der Handwerksauftrag zählt weit mehr als der reine Preis, schließlich brauchen wir dieselben Betriebe hier in der Region auch morgen wieder für die Ausbildung unserer Kinder.“
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Das Handwerk unterhält am oberen Kuhberg seit Jahrzehnten eines der modernsten Schulungszentren für die Berufliche Bildung. Die Auszubildenden der Handwerksbetriebe erhalten hier alles von der überbetrieblichen Grundlagenausbildung bis hin zum Spezialkurs für die berufliche Fortbildung oder die Meistervorbereitung. CNC-Ausbilder Jens Biber erklärt einem Auszubildenden und einem Schüler, der zur Berufsorientierung an der Bildungsakademie war, die Vorteile der neuen 5-Achs-Fräsmaschine. Foto: Handwerkskammer Ulm
Zur Information:
Die Bildungsakademie wurde von der Handwerkskammer Ulm 1972 gegründet. Es werden dort jährlich knapp 8.000 Teilnehmer/innen in allen Phasen der beruflichen Aus- und Weiterbildung unterrichtet. Seit 2007 ist die Bildungsqualität dort ständig überprüft und zertifiziert. Gemeinsam mit den beruflichen Schulen Ferdinand-Steinbeis und Robert-Bosch bildet die Bildungsakademie das größte gewerbliche Ausbildungszentrum in Baden-Württemberg mit rd. 10.000 Schülern.
Die Handwerkskammer Ulm unterhält daneben noch ein vergleichbares Bildungszentrum in Friedrichshafen.
Jährlich absolvieren allein in Ulm ca. 3.200 Azubis in 16 Berufen ihre Ausbildungsabschlüsse. Es sind dort insgesamt 75 Lehrkräfte beschäftigt.
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