Deutschland ist handgemacht

Unter dem Motto: „Zu Lande, zu Wasser und in der Luft“ präsentierten sich die Handwerksbetriebe beim Tag des Handwerks in Friedrichshafen

Vom Anstrich bis zur Zentralheizung, vom Apfelstrudel bis zur Zahnprothese. Deutschland ist handgemacht. Ob morgens in der Dusche, am Frühstückstisch, auf dem Weg zur Arbeit, bei Freizeitaktivitäten und selbst beim Schlafen. Die fünf Millionen Handwerker in Deutschland geben für all die unverzichtbaren Dinge unseres Alltags täglich ihr Bestes. Im Kammerbezirk der Handwerkskammer Ulm sind es über 18.000 Handwerksbetriebe, die sich Tag für Tag mit unzähligen Leistungen bemerkbar machen. Mehr als 100.000 Arbeitsplätze gibt es im Handwerk im Bereich der Handwerkskammer Ulm zwischen Ostalb und Bodensee, elf Milliarden Euro werden dort im Jahr erwirtschaftet. Gründe genug, das Handwerk zu würdigen und zu feiern. Auf dem gut besuchten Buchhornplatz in Friedrichshafen wurde deshalb am 15. September der Tag des Handwerks gefeiert.

Zentrale Themen: Bildung und Energie

Nach der Aktion im letzten Jahr auf dem Münsterplatz war es in diesem Jahr bereits der zweite bundesweite Tag des Handwerks mit unzähligen Aktionstagen im ganzen Land. Aus dem gesamten Kammerbezirk der Handwerkskammer Ulm waren in Friedrichshafen Betriebe aus über 80 Gewerken, insgesamt rund 170 Personen, vertreten. Gemeinsames Anliegen war es, der anwesenden Bevölkerung zu zeigen, dass Deutschland handgemacht ist. Während in Berlin die zentrale Kundgebung des Deutschen Handwerkstages stattfand, galt es in Friedrichshafen vor allem, die Vorzüge der Region hervorzuheben und die täglichen Leistungen des Handwerks zu würdigen.

Anton Gindele, Präsident der Handwerkskammer Ulm, verwies in seinem Grußwort auf zwei aktuell zentrale Themen des Handwerks: Bildung und Energiewende. „Es kann nicht angehen, dass die Berufsschulen ausbluten und die Duale Ausbildung Schaden nimmt.“ Unzählige Länder würden Deutschland um sein gutes Ausbildungssystem beneiden. Gerade in stürmischen Zeiten sei dies aber auch ein großer Garant für die geringe Jugendarbeitslosigkeit Deutschlands im Vergleich zu seinen europäischen Nachbarn. Zudem laufe die Energiewende, als weiteres großes Projekt, momentan Gefahr, sich in einen Bumerang zu verwandeln. Hohe Energiepreise müssten von Verbrauchern und Kleinbetrieben geschultert werden und gefährdeten so die Akzeptanz der Bevölkerung zum Projekt. Hier gelte es entsprechende Weichen auch im europäischen Kontext zu ergreifen. Die Europaabgeordnete Elisabeth Jeggle versprach bei ihrem Besuch in Friedrichshafen, sich in diesem Kontext weiter für die Belange des Handwerks einzusetzen und bedankte sich bei den Handwerksvertretern für die stets offene und konstruktive Zusammenarbeit.

Ein weiterer Aktionstag fand im Böbinger Energiekompetenzzentrum Ostalb in Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Ostalb statt. Kernthema der Veranstaltung war die Bedeutung des Handwerks beim Energie- und Klimaschutz.

Infowoche für moderne Handwerker
Nach der Auftaktveranstaltung vom 15. September folgt in der Kreishandwerkerschaft Bodenseekreis, in der Bildungsakademie Friedrichshafen sowie in der Messe Friedrichshafen eine Informationswoche für modernes Handwerk. Vier Veranstaltungen behandeln unter anderem die Themen Kundenbindung, Fortbildung und Öffentlichkeitsarbeit im Handwerk. Höhepunkt der Informationswoche bildet das Unternehmerforum der Kreishandwerkerschaften Bodensee und Ravensburg, bei welchem Dr. Hans Jäckel als Chef-Volkswirt der DZ-Bank über die aktuelle Situation der Währungsunion spricht.


Hier geht es zum Programm der Informationswoche


Herzlichen Dank an unsere Sponsoren:

Interversicherung(Fr. Kees)
IKK Classic (Fr. Heinke-Gessler)
Bäckerinnung Bodenseekreis (H. Gössel, H. Ulmer)
Fleischerinnung Bodenseekreis(H. Metzler)
Stadt Friedrichshafen
Williams Musikanten
BSB – Bodensee Schiffs-Betriebe
Stadtwerke Konstanz

und an das Restaurant Felders und das Zeppelin-Museum für die gute Nachbarschaft am Tag des Handwerks.


17.09.2012

Das Motto in Friedrichshafen lautete: "Handwerk, zu Lande, zu Wasser und in der Luft" (Foto: Armin Buhl)

Die Handwerker der Region zeigen bei ihrem Treffen: "Deutschland ist hangemacht". (Foto: Armin Buhl)

Große Fahrt mit der historischen Fähre "Konstanz" zum Ausklang des Tages (Foto: Armin Buhl)

So war es 2011...

2011 fand der Tag des Handwerks zum ersten Mal statt und war ein voller Erfolg. Aus dem gesamten Bezirk der Handwerkskammer Ulm waren Handwerkerinnen und Handwerker nach Ulm auf den Münsterplatz gekommen, um gemeinsam den Tag des Handwerks zu feiern: Glaser und Schreiner vom Bodensee, Uhrmacher aus Ravensburg, Schonsteinfeger, Elektroniker und Stuckateure aus Ulm, Schlosser aus Schwäbisch Gmünd, Kachelofenbauer aus dem Landkreis Biberach, Fensterbauer aus dem Alb-Donau-Kreis und viele mehr. Mit rund 100 Firmenwagen waren sie präsent, um die Vielfalt, Fortschrittlichkeit und Kreativität des Handwerks zu zeigen. Denn: Das moderne Leben ist ohne das Handwerk nicht vorstellbar.

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