Tag des Handwerks in Schwäbisch Gmünd

Über 300 Handwerker feiern die „Wirtschaftsmacht von nebenan“

Über 300 Handwerkerinnen und Handwerker folgten dem Ruf der Handwerkskammer Ulm zum diesjährigen Tag des Handwerks nach Schwäbisch Gmünd. Unter dem Motto „Können kennt keine Grenzen“ feierte das Handwerk seine diesjährige Zusammenkunft auf dem Marktplatz der Stauferstadt.


Anton Gindele, Präsident der Handwerkskammer Ulm, betonte die Kraft und Bedeutung des regionalen Handwerks als Wirtschaftsmacht von nebenan: „Zwischen Jagst und Bodensee sind knapp 18.000 Betriebe für unsere Bevölkerung aktiv. Über 100.000 Mitarbeiter sichern die Daseinsvorsorge in der Region – ohne uns geht nichts.“ Das Handwerk benötigte aber auch die Unterstützung seitens der Politik, beispielsweise bei der Sicherung einer wohnortnahen Beschulung oder der Sicherung des deutschen Meistertitels gegen Deregulierungsversuche seitens der EU.


In diesem Zusammenhang betonte Frau Dr. Inge Gräßle, Abgeordnete des Europäischen Parlaments für die Region, dass mit ihr eine Abschaffung des Meisterbriefes nicht zu machen sein. Er sei das Kernstück der Beruflichen Ausbildung im Handwerk und sichere die niedrige Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland.


Landrat Klaus Pavel und Oberbürgermeister Richard Arnold betonten unisono die regionale Verwurzelung des Handwerks in den Kommunen des Ostalbkreises und der Stadt Schwäbisch Gmünd. Elementar sei beispielsweise die Gewährleistung einer wohnortnahen Beschulung für Jugendliche. Auf die Notwendigkeit zur gemeinsamen Zusammenarbeit verwies auch Kreishandwerksmeister und Vorstandsmitglieder der Handwerkskammer Ulm, Alexander Hamler. Gerade bei der Auftragsvergabe vor Ort müsse das regionale Handwerk der zentrale Ansprechpartner für Kommunen und Landkreisinstitutionen sein.


Neben dem politischen Austausch stand auch das Handwerk in seiner Vielfalt und seiner Kreativität im Mittelpunkt. Metzger, Metallbauer, Steinmetze und Schreiner stellten ihre Gewerke an eigenen Aktionsständen dar und ließen die Bevölkerung auch selbst Hand anlegen. So konnte neben der Anfertigung einer „Gmünder Rose“ auch eine spezielle „Stauferwurst“ verkostet werden, die Schreiner fertigten Holzarbeiten an während die Steinmetze ein „Gmünder Einhorn“ schufen.

Impulswoche für modernes Handwerk

Im Anschluss an den Tag des Handwerks findet eine Impulswoche für modernes Handwerk statt. Angeboten werden drei Veranstaltungen zu folgenden Themen:
 

Montag, 22. September, 19 Uhr
Handwerk von der Tradition in die Moderne: Führung am Salvator-Steig gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Freundeskreises St. Salvator, Werner K. Mayer.
Ort: Eingang am Berg St. Salvator, Kreuzung Taubentalstraße, Schwäbisch Gmünd.


Mittwoch, 24. September 2014, 19 Uhr
Kundenbindung und Marketing leicht gemacht: Karl-Otto Kaiser berichtet von den Möglichkeiten mittelständischer Betriebe sich und Ihre Leistungen kundengerecht an den Mann zu bekommen.
Ort: Kreishandwerkerschaft Ostalb, Leutzenstraße 53, Schwäbisch Gmünd.


Donnerstag, 25. September 2014, 19 Uhr
Was beachten beim Hausbau? Neue Möglichkeiten der Energieeinsparverordnung für Handwerker und ihre Kunden
Ort: Energiekompetenzzentrum Ostalb, Dr. Schneider-Straße 56, Böbingen an der Rems.

Information und Anmeldung

Anmeldung für den Tag des Handwerks und die Veranstaltungen der Impulswoche bei:

Thomas Kießling, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, E-Mail:  t.kiessling@hwk-ulm.de, Tel: 0171 8379732.

Ein voll besetzter Marktplatz zum Tag des Handwerks in Schwäbisch Gmünd. (Foto: Armin Buhl)

300 Handwerker sagen „Ja zum Meister“ beim diesjährigen Tag des Handwerks in Schwäbisch Gmünd. (Foto: Armin Buhl)

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