Ausbildungsprämie

Gute Nachrichten für viele Ausbildungsbetriebe: Die Ausbildungsprämie wurde am 24.06.2020 vom Bundeskabinett beschlossen. Damit unterstützt die Bundesregierung kleine und mittlere Unternehmen, die stark von der Coronakrise betroffen sind und trotzdem weiterhin ausbilden. Im März 2021 sowie im Dezember 2021 wurde die Verlängerung und Verbesserung des Förderprogramms beschlossen.

Das Förderprogramm wird über die Bundesagentur für Arbeit abgewickelt. Entsprechende Antragsformulare und eine FAQ-Liste zum Antragsverfahren finden Sie auf der Seite der Agentur für Arbeit.  Gerne bestätigen wir Ihnen die Anzahl der Auszubildenden auf dem Formblatt “Bescheinigung der zuständigen Stelle”. Bitte senden Sie uns dieses per Mail an ausbildung@hwk-ulm.de

Die Prämien im Überblick:

Ausbildungsprämie

Für Ausbildungsverträge mit Ausbildungsbeginn zwischen dem 1. Juni 2021 und dem 15. Mai 2022 kann die Ausbildungsprämie über 4.000 € beantragt werden, wenn die Anzahl der neu geschlossenen Verträge genauso hoch ist, wie im Schnitt der letzten drei Jahre. Das Ausbildungsverhältnis muss nach der Probezeit fortbestehen. Der Antrag ist spätestens drei Monate nach erfolgreichem Abschluss der Probezeit des jeweiligen Ausbildungsverhältnisses zu stellen.

Antragsberechtig sind:

  • Kleine und mittlere Betriebe (bis 499 Beschäftigte).
  • Betriebe, die seit Januar 2020 mindestens einen Monat Kurzarbeit anmelden mussten
  • oder seit April 2020 in mindestens 30 Prozent Umsatzverlust gegenüber dem jeweiligen Monat 2019 verkraften mussten.


Ausbildungsprämie Plus

Wurde ab dem 01 Juni 2021 eine höhere Anzahl von Ausbildungsverträgen geschlossen als im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre, kann die Prämie Ausbildung Plus über 6.000 € für jeden Vertrag beantragt werden, der über dem durchschnitt der letzten Jahre liegt. Es bestehen die gleichen Förderbedingungen wie bei der Ausbildungsprämie.





Zuschuss zur Ausbildungsvergütung

Ausbildungsbetriebe (bis 499 Mitarbeiter), die trotz erheblichen Arbeitsausfalls für Auszubildende und – außerhalb von Berufsschulzeiten – für Ausbilder/innen keine Kurzarbeit anmelden und die Ausbildungsaktivität fortsetzen, können den Zuschuss in Höhe von 75% der Ausbildungsvergütung beantragen.

Seit April 2021 kann auch 50% der Ausbildervergütung (maximal 4.000 € bzw. 2.500 € für Geschäftsführer ohne vereinbarte Arbeitsvergütung) beantragt werden. Gewährt werden kann die Förderung von August 2020 bis 15. Mai 2022 für jeden Monat, in dem der erhebliche Arbeitsausfall besteht.



Übernahmeprämie

Die Übernahmeprämie in Höhe von 6.000 € kann beantragt werden, wenn ein Auszubildender aus einem anderen Betrieb übernommen wird, da das Ausbildungsverhältnis aufgrund einer Corona-krisenbedingten wichtigen Grund vorzeitig beendet worden ist. Der Antrag ist spätestens drei Monate nach erfolgreichem Abschluss der Probezeit zu stellen.



Lockdown-II-Sonderzuschuss für Kleinsunternehmen

Kleinstunternehmen (bis 4 Mitarbeiter) können einmalig 1.000 € für jeden Auszubildenden beantragen, wenn sie zwischen November 2020 und dem 31. Juli 2021 wegen Corona-bedingter behördlicher Anordnung keine oder nur im geringen Umfang geschäftsfähig waren und die Ausbildung dennoch an mindestens 30 Tagen fortgesetzt wurde.



Voraussetzungen für die Förderungen:

  • Förderung kann für eine Berufsausbildung, die in einem nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung erfolgen. (Berufsfachschüler können leider nicht berücksichtigt werden)
  • Ausbildungsverhältnisse mit Ehegatten oder Verwandten ersten Grades können nicht gefördert werden.
  • Zuwendungen nach dieser Förderrichtlinie werden nicht für Ausbildungsverhältnisse gewährt, für die der Ausbildungsbetrieb eine Förderung auf anderen rechtlichen Grundlagen oder nach anderen Programmen des Bundes oder der Länder mit gleicher Zielrichtung oder gleichem Inhalt erhält.
  • Der Ausbildungsbetrieb muss seinen Sitz in Deutschland haben.
  • Von der Förderung ausgeschlossen sind Arbeitgeber der öffentlichen Hand, wie Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts sowie privatrechtliche Unternehmen und Organisationen, an denen die öffentliche Hand die Kapitalmehrheit hält oder deren Finanzierung überwiegend durch öffentliche Mittel erfolgt.







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