Ausbildungsprämie

Gute Nachrichten für viele Ausbildungsbetriebe: Die Ausbildungsprämie wurde am 24.06.2020 vom Bundeskabinett beschlossen. Damit unterstützt die Bundesregierung kleine und mittlere Unternehmen, die stark von der Coronakrise betroffen sind und trotzdem weiterhin ausbilden. Im März 2021 wurde die Verlängerung und Verbesserung des Förderprogramms beschlossen.

Das Förderprogramm wird über die Bundesagentur für Arbeit abgewickelt. Entsprechende Antragsformulare und eine FAQ-Liste zum Antragsverfahren finden Sie auf der Seite der Agentur für Arbeit.  Gerne bestätigen wir Ihnen die Anzahl der Auszubildenden auf dem Formblatt “Bescheinigung der zuständigen Stelle”. Bitte senden Sie uns dieses per Mail an ausbildung@hwk-ulm.de

Bei Lehrverträgen mit Lehrzeitbeginn zwischen dem 1. Juni 2021 und dem 15. Februar 2022 gelten die neuen Konditionen. Die Formulare hierfür sind voraussichtlich ab Kalenderwoche 22 verfügbar.



Die Prämien im Überblick:

Ausbildungsprämie

Für Ausbildungsverträge mit Ausbildungsbeginn zwischen dem 24. Juni 2020 und dem 31. Mai 2021 kann die Ausbildungsprämie über 2.000 € beantragt werden, wenn die Anzahl der neu geschlossenen Verträge genauso hoch ist, wie im Schnitt der letzten drei Jahre. Das Ausbildungsverhältnis muss nach der Probezeit fortbestehen. Der Antrag ist spätestens drei Monate nach erfolgreichem Abschluss der Probezeit des jeweiligen Ausbildungsverhältnisses zu stellen.

Antragsberechtigt sind:

  • Kleine und mittlere Betriebe (bis 249 Beschäftigte).
  • Betriebe, die im Jahr 2020 mindestens einen Monat Kurzarbeit durchführen mussten
  • oder im Zeitraum von April bis Dezember in zwei zusammenhängenden Monaten einen Umsatzeinbruch von durchschnittlich mindestens 50 Prozent oder in fünf zusammenhängenden Monaten von durchschnittlich mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr verkraften müssen.

Für Ausbildungverträge mit Lehrzeitbeginn zwischen dem 1. Juni 2021 und 15. Februar 2022 erhöht sich die Ausbildungsprämie auf 4.000€ bei gleichbleibendem Ausbildungsniveau.

Antragsberechtig sind:

  • Kleine und mittlere Betriebe (bis 499 Beschäftigte).
  • Betriebe, die seit Januar 2020 mindestens einen Monat Kurzarbeit anmelden mussten
  • oder seit April 2020 in mindestens 30 Prozent Umsatzverlust gegenüber dem jeweiligen Monat 2019 verkraften mussten.


Ausbildungsprämie Plus

Wird für das Ausbildungsjahr ab dem 24. Juni 2020 eine höhere Anzahl von Ausbildungsverträgen geschlossen als im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre, kann die Prämie Ausbildung Plus über 3.000 € für jeden Vertrag beantragt werden, der über dem durchschnitt der letzten Jahre liegt. Es bestehen die gleichen Förderbedingungen wie bei der Ausbildungsprämie.

Für Ausbildungverträge mit Lehrzeitbeginn zwischen dem 1. Juni 2021 und 15. Februar 2022 erhöht sich die Ausbildungsprämie Plus auf 6.000€ für jeden Lehrvertrag, der über das Durchschnittsniveau der letzten drei Jahre hinausgeht.



Zuschuss zur Ausbildungsvergütung

Ausbildungsbetriebe (bis 499 Mitarbeiter), die trotz erheblichen Arbeitsausfalls für Auszubildende und – außerhalb von Berufsschulzeiten – für Ausbilder/innen keine Kurzarbeit anmelden und die Ausbildungsaktivität fortsetzen, können den Zuschuss in Höhe von 75% der Ausbildungsvergütung beantragen.

Seit April 2021 kann auch 50% der Ausbildervergütung (maximal 4.000 € bzw. 2.500 € für Geschäftsführer ohne vereinbarte Arbeitsvergütung) beantragt werden. Gewährt werden kann die Förderung von August 2020 bis Dezember 2021 für jeden Monat, in dem der erhebliche Arbeitsausfall besteht.



Übernahmeprämie

Die Übernahmeprämie in Höhe von 3.000 € kann beantragt werden, wenn ein Auszubildender aus einem anderen Betrieb übernommen wird, da das Ausbildungsverhältnis aufgrund einer Corona-krisenbedingten wichtigen Grund vorzeitig beendet worden ist. Der Antrag ist spätestens drei Monate nach erfolgreichem Abschluss der Probezeit zu stellen.

Seit April 2021 gibt es 6.000 € Übernahmeprämie.



Lockdown-II-Sonderzuschuss für Kleinsunternehmen

Kleinstunternehmen (bis 4 Mitarbeiter) können einmalig 1.000 € für jeden Auszubildenden beantragen, wenn sie zwischen November 2020 und dem 31. Juli 2021 wegen Corona-bedingter behördlicher Anordnung keine oder nur im geringen Umfang geschäftsfähig waren und die Ausbildung dennoch an mindestens 30 Tagen fortgesetzt wurde.



Zuschuss zu Prüfungsvorbereitungskursen

Von Corona-betroffene Betriebe (1 Monat Kurzarbeit oder 1 Monat 30% Umsatzverlust), die ihren Auszubildenden Prüfungsvorbereitungskurse bezahlen, können 50% der Kursrechnung (maximal 500 €) für jeweils einen Azubi einmalig beantragen.





Voraussetzungen für die Förderungen:

  • Förderung kann für eine Berufsausbildung, die in einem nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung erfolgen. (Berufsfachschüler können leider nicht berücksichtigt werden)
  • Ausbildungsverhältnisse mit Ehegatten oder Verwandten ersten Grades können nicht gefördert werden.
  • Zuwendungen nach dieser Förderrichtlinie werden nicht für Ausbildungsverhältnisse gewährt, für die der Ausbildungsbetrieb eine Förderung auf anderen rechtlichen Grundlagen oder nach anderen Programmen des Bundes oder der Länder mit gleicher Zielrichtung oder gleichem Inhalt erhält.
  • Der Ausbildungsbetrieb muss seinen Sitz in Deutschland haben.
  • Von der Förderung ausgeschlossen sind Arbeitgeber der öffentlichen Hand, wie Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts sowie privatrechtliche Unternehmen und Organisationen, an denen die öffentliche Hand die Kapitalmehrheit hält oder deren Finanzierung überwiegend durch öffentliche Mittel erfolgt.







    Mit Ausbildungsbotschaftern werben.

    Das Projekt Ausbildungsbotschafter bietet die Möglichkeit, mit Ihren Azubis zu werben.

    Mehr lesen

    Wenn der gefundene Azubi dann doch nicht passt.

    Der neue Azubi passt doch nicht? Wir unterstützen Sie dabei.

    Mehr lesen

    Mit Bildungspartnerschaften künftige Azubis finden

    Gewinnen Sie durch Schulkooperationen neue Auszubildende!

    Mehr lesen