Ab sofort neue Regelungen bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

– bis 14. August gelten für Einzelmaßnahmen noch günstigere Konditionen! 

Kurzfristig zum 28. Juli gibt es bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) neue Regeln. Für einzelne Maßnahmen sinken die Fördersätze zum Teil erheblich. Für das gesamte Förderprogramm steigen jedoch die verfügbaren Mittel, so stehen für Sanierungsförderungen nun 12-13 Mrd. Euro pro Jahr zur Verfügung. Zum Vergleich: 2021 wurden etwa 8 Mrd. Euro für Sanierungen ausgegeben.

Neu ist unter anderem, dass die KfW nur noch Komplettsanierungen fördert und dafür zinsgünstige Kredite mit Tilgungszuschüssen bereit stellt. Sogenannte Einzelmaßnahmen, also z.B. die Dämmung von Außenwänden, den Tausch von Fenstern oder die Erneuerung der Heizung, werden ab sofort nur noch über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit Zuschüssen zwischen 10 % und max. 40 % gefördert. Die bisherige Förderung von Gasheizungen in Verbindung mit Erneuerbaren Energien entfällt komplett. Stattdessen wird ein Heizungstausch-Bonus in Höhe von 10 % bei mindestens 20 Jahre alten Gasheizungen gewährt, wenn dabei auch ein Energieträgerwechsel erfolgt.

Günstige Konditionen für Einzelmaßnahmen durch Antragstellung bis 14. August sichern

Die reduzierten Fördersätze für Einzelmaßnahmen des BAFA gelten erst ab dem 15. August. Bis dahin können sich die bisherigen Konditionen durch eine zeitnahe Antragstellung gesichert werden. Die Umsetzung der Maßnahmen muss dann innerhalb von 2 Jahren nach Bewilligung erfolgen. 

Trotz KfW-Förderstopp:

Einzelmaßnahmen zur Energieeffizienz werden über das BAFA weiter gefördert. Handwerksbetrieben stehen für Maßnahmen und Anlagen im Bereich des energieeffizienten Bauens und Sanierens auch weiterhin die Zuschussförderung des BAFA zur Verfügung. Gefördert werden zum Beispiel Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle, wie die Wärmedämmung von Wänden, Decken, Dächern oder der Austausch von Fenstern und Türen, der Einbau moderner und effizienter Heizungs- und Anlagentechnik, die Optimierung bestehender Heizungsanlagen sowie die Fachplanung und Baubegleitung. Die Zuschusshöhe ist abhängig von der geplanten Maßnahme und liegt zwischen 20 % und 50% der förderfähigen Kosten. Weitere Informationen zur Zuschussförderung gibt es auf den Internetseiten des BAFA

Eine weitere Förderoption für betriebliche Klimaschutzmaßnahmen bietet das KfW-Programm „Klimaschutzoffensive für den Mittelstand“. Handwerksunternehmen können in insgesamt sieben Modulen zinsgünstige Darlehn u.a. für Maßnahmen zur betrieblichen Energieversorgung, nachhaltigen Mobilität, Green IT, der Herstellung klimafreundlicher Technologien oder im Bereich Wasser, Abwasser, Abfall beantragen. Zudem gewährt dieses Programm einen zeitlich befristeten Klimazuschuss von aktuell 3 % ders zugesagten Kreditbetrags. Weitere Informationen zur „Klimaschutzoffensive für den Mittelstand“ gibt es auf den Internetseiten der KfW.