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3. März 2020

Geld vom Finanzamt für Forschung und Entwicklung

Seit dem 01. Januar 2020 gilt das neue Gesetz zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung. Hier gelten keine Einschränkungen weder auf bestimmte Branchen oder Tätigkeiten, noch ob Grundlagenforschung, industrielle Forschung oder experimentelle Entwicklung betrieben wird. Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

  • Mit 25 % Zulage gefördert werden hierbei insbesondere dem Lohnsteuerabzug unterliegende Löhne und Gehälter der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in begünstigten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mitwirken.
  • Förderfähige Aufwendungen sind auch  diesbezügliche Eigenleistungen eines Einzelunternehmers. Der Einzelunternehmer kann 40 Euro je Arbeitsstunde bei insgesamt maximal 40 Arbeitsstunden pro Woche als förderfähige Aufwendungen ansetzen.
  • Vergibt das Unternehmen einen Forschungsauftrag extern, werden 60 Prozent der Kosten als Zulage gutgeschrieben.

Die förderfähige Bemessungsgrundlage ist pro Unternehmen auf 2 Mio. Euro pro Wirtschaftsjahr begrenzt. Das führt zu einer höchstmöglichen Forschungszulage pro Projekt und Wirtschaftsjahr von 500.000 Euro.

Die Zulage wird als Steuerabzugsbetrag gewährt. Sie vermindert somit nicht das zu versteuernde Einkommen, sondern direkt die Steuerschuld. Fällt im jeweiligen Jahr weniger Steuer an, als Zulage gewährt wird, kommt es zu einer Auszahlung der überschüssigen Zulage.

Die Zulage kann beim zuständigen Finanzamt beantragt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.