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4. Mai 2018

Gewerbeabfallverordnung.

Am 1. August 2017 trat die Novelle der Gewerbeabfallverordnung in Kraft. Sie gilt für alle gewerblichen Abfallerzeuger bundesweit. Auch alle Handwerksunternehmen, die entweder gewerbliche Siedlungsabfälle (z. B. Produktion, Dienstleistungen) oder Bau- und Abbruchabfälle erzeugen, sind betroffen. Ziel der Verordnung ist, die stoffliche Verwertung (Recycling) gegenüber der thermischen Verwertung (Verbrennung mit Abwärme-Nutzung) besserstellen. Dazu wurden neue Pflichten für alle Unternehmen eingeführt.

Unternehmen, die Abfälle erzeugen, müssen diese schon am Entstehungsort nach Stofffraktionen getrennt sammeln. Bei gewerblichen Siedlungsabfällen müssen Glas, Kunststoffe, Metalle (alles ohne Verpackung), Holz, Textilien, Bioabfall und „andere Abfälle“ getrennt gesammelt werden. Bei Bau- und Abbruchabfällen kommen zu den vor genannten Stoffen noch Dämmstoffe, Bitumengemische, Baustoffe auf Gipsbasis, Beton, Ziegel, Fliesen und Keramik hinzu.

Ausnahmen von der Getrennthaltungspflicht sind möglich. Eine Dokumentationspflicht aller Abfälle über Mengen und Entsorgungswege ist Pflicht. Sehen Sie hierzu auch unser Merkblatt.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks bietet speziell für Handwerksbetriebe eine Software an, die bei der Erfüllung der Dokumentationspflichten unterstützt. Relevante Daten und Dokumente können erfasst und eine Zusammenfassung für die Behörden erstellt werden. Die einzelnen Schritte sind einfach gestaltet. Zusätzlich gibt es Hilfetexte, die die Software-Nutzung und die Anforderungen der Verordnung erläutern: Den kostenfreien Download finden Sie hier.

© Thomas Söllner – Fotolia.com