Handwerker arbeiten für das Klima

Handwerkerinnen und Handwerker sind vieles: Sie sind innovativ, bodenständig und fleißig. Darüber hinaus kann regionales Handwerk aber noch mehr. Selbst beim Erreichen der Klimaschutzziele spielen Handwerkerinnen und Handwerker eine ganz entscheidende Rolle. Bis 2045 möchte Deutschland klimaneutral werden, das ist beschlossen. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es das Handwerk mehr denn je.

Mehr Klimaschutz, mehr Effizienz und mehr E-Mobilität können in der Zukunft nur dann gelingen, wenn Fachkräfte dieses Mehr überhaupt schaffen. Umso wichtiger ist es in den kommenden Jahren, dass junge Menschen weiterhin über eine Ausbildung den Weg in unsere regionalen Handwerksbetriebe finden. Sie sind es, die die Kundenaufträge in der Zukunft abarbeiten und klimafreundliche Technologien und Materialien verbauen. Die Karrierechancen in den über 130 verschiedenen Gewerken sind hervorragend. Rund 700 freie Lehrstellen von der Ostalb bis zum Bodensee sind aktuell noch unbesetzt. Junge Menschen können also gerade jetzt die Chance ergreifen und Nachhaltigkeit aktiv in ihren Berufsalltag integrieren. Wer beim Klima- und Umweltschutz nicht nur reden oder demonstrieren möchte, der hat durch das Handwerk die Möglichkeit zum Macher zu werden.

In unseren Handwerksbetrieben setzten wir tagtäglich unzählige Maßnahmen zum Umweltschutz um: Wir kaufen regionale Materialien und achten dabei auf kurze Transportwege. Wir bringen klimafreundliche Handwerksleistungen aus der Werkstatt auf die Baustellen, in die Keller und auf die Dächer unserer Kundinnen und Kunden. Und wir sind kompetenter Berater bei allen Umweltfragen direkt vor Ort. Es liegt auf der Hand: Ohne uns Handwerkerinnen und Handwerker kann der Klimaschutz nicht funktionieren.


Katja Maier, Vize-Präsidentin der Handwerkskammer Ulm

Dieser Kommentar ist erschienen in der DHZ-Ausgabe 18.