Vertiefungsmodul Wohngebäude Energieberatung

 

Sie sind ausgebildete/r Energieberater/in, waren jedoch zwei Jahre oder länger nicht als solche/r tätig oder haben Ihre Weiterbildung vor 2012 absolviert?

Dann benötigen Sie laut DENA Regelheft das Vertiefungsmodul WG im Umfang von mind. 40 Unterrichtseinheiten.

Da wir dieses Modul nicht separat bzw. kompakt anbieten, sondern es Teil der Weiterbildung Gebäudeenergieberater/in (HWK) ist, müssen Sie nur an Termine mit folgenden Themen (lt. DENA Regelheft) teilnehmen:

Thema Rechtliche Grundlagen und Anwendung in der Praxis (Block 1)
Thema Innen- und Kerndämmung (Block 2)
Thema Vertiefung sommerlicher Wärmeschutz und Behaglichkeit (Block 3)
Thema Lüftung: Berechnungen und Erstellung von Lüftungskonzepten (Block 5)
Thema Ausstellen von Energieausweisen (Block 8)
Förderung, Projektbericht, Ausschreibung, Vergabe (Block 9)
Baubegleitung mit Qualitässicherung (Block 9)

Prüfungsvorbereitung (optional bzw. freiwillig)

Stand 03/2022 - Änderungen vorbehalten

Zugangsvoraussetzungen

Energieberater/innen, die mind. zwei Jahre nicht als solche tätig waren oder die Weiterbildung vor 2012 absolviert haben.

Auch für Energieberater/innen geeignet, die bisher nur das Basismodul (lt. DENA Regelheft) belegt haben. Bei Unsicherheiten nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie gerne!

 

Kursinhalte

INHALTE LAUT DENA REGELHEFT

Block 1 - Rechtliche Grundlagen

Anwendung des GEG in der Praxis für Wohngebäude
- Anforderungen bei gemischt genutzten Gebäuden und bei Erweiterung
- Aspekte des Bestands- und Denkmalschutzes
- Praxisbeispiele: Auslegungsfragen des DiBt

Block 2 - Bestandsaufnahme und Dokumentation

Innen- und Kerndämmung
- Übersicht der Planungsaufgaben bei Umsetzung einer Innendämmung unter Berücksichtigung der Wärmebrücken, insbesondere der Anschlüsse der Decken, Fußböden und Innenwände an die Außenwände
- Feuchteschutztechnische Beurteilung der Planung und Umsetzung
- Berücksichtigung von möglichen Wärmebrücken im Bauprozess

Block 3 - Beurteilung der Gebäudehülle

Vertiefung sommerlicher Wärmeschutz/Behaglichkeit
- Beispielrechnung solare Wärmelast im Sommer
- Planung und Dimensionierung des sommerlichen Wärmeschutzes
- Fachgerechte Umsetzung der Lüftungs- und Verschattungsmöglichkeiten

Block 5 - Beurteilung von raumlufttechnischen Anlagen und sonstigen Anlagen zur Kühlung

Berechnung von Lüftungs- und Klimaanlagen
- Berechnungen nach DIN V 18599 und DIN V 4701-10
- Grundlagen über Klimaanlagen in Wohngebäuden

Erstellung von Lüftungskonzepten
- Erstellung von Lüftungskonzepten gemäß DIN 1946-6 (freie Lüftung, Querlüftung, Schachtlüftung, mechanische Lüftung)
- Beispielhafte Erstellung eines Lüftungskonzepts
- Verschiedene Lüftungsmöglichkeiten

Block 8 - Bilanzierung von Gebäuden und Erbringung der Nachweise

Ausstellen von Energieausweisen
- Für die Zielvariante Effizienzhaus 40 und 55 sowie als öffentlich-rechtlicher Nachweis nach Neubau und Sanierung
- Praxistipps Für die Bilanzierung von Effizienzhäusern

Block 9 - Beratung, Planung und Umsetzung

Förderung Wohngebäude
- Details zu der Bundesförderung für effiziente Gebäude - Wohngebäude: Antragstellung, Prozesse, Dokumentation, Besonderheiten in der Bilanzierung, Infoblätter und FAQs
Projektbericht
- Ausarbeitung eines beispielhaften Energieberatungsberichts, wobei das Ergebnis den Mindestanforderungen an eine Energieberatung für Wohngebäude (EBW) nach den Richtlinien des BAFA entsprechen sollte
- Erstellung eines Konzepts zur Gesamtsanierung
- Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans Für Wohngebäude - Energetische Baubegleitung: Ausarbeiten einer (Teil-)Planung/Baustellendokumentation, wobei das Ergebnis den Anforderungen an ein Effizienzhaus entsprechen muss - Berücksichtigung bautechnischer und rechtlicher Rahmenbedingungen (Grenzbebauung, Grenzabstände, Wechsel des Energieträgers) sowie bauphysikalische und statisch-konstruktive Einflüsse (Wärmebrücken, Feuchteschäden, Schallschutz, Brandschutz etc.) - Überblick Berechnungsmethoden Für Lebenszykluskosten

Ausschreibung und Vergabe
- Wichtige Inhalte von Ausschreibungstexten Für hocheffiziente Neubauten und Sanierungen - Angebotsauswertung (technische und wirtschaftliche Bewertung der Angebote)/Preisspiegel - Hinweise bei Erstellung des Bauzeitenplans

Baubegleitung/Qualitätssicherung
- Gewerke: Schnittstellenproblematik
- Kontrolle der Luftdichtheit
- Kontrolle der Wärmebrückenfreiheit auf der Baustelle gemäß Planung - Kontrolle der Ausführung Gebäudehülle und Anlagentechnik gemäß Planung - Qualitätssicherungsmaßnahmen und -termine im Bauablauf
Detaillierung Baubegleitung bei Neubau und Sanierung
- Ablauf und Inhalt einer qualifizierten Baubegleitung, Herangehensweise, relevante Vor-Ort-Termine - Tipps zur Prüfung von Detailplanung/Ausführungsplanung/Anschlussdetails/Wärmebrücken/ Luftdichtigkeit sowie zur Prüfung von Fachplanungen (z. B. Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung) - Anleitung zur Prüfung der Ausschreibungsunterlagen für Sanierung und Neubau (WLG, Dämmstärke) - Hilfestellungen zur Einweisungsbegleitung der Nutzer in neue Heizungstechnik gegebenenfalls unter Einbindung erneuerbarer Energien, Überprüfung der Anlageneinstellung
- Tipps zur Prüfung und Erstellung von Dokumentationsunterlagen (Hülle und Anlagentechnik) zum Gebäude nach Sanierung und Neubau
- Tipps zum Monitoring des Energieverbrauchs, Nutzerinformation/-betreuung

Hinweis

Die Teilnahme am Vertiefungsmodul schließt mit einer schriftliche Prüfung ab. Bei der Prüfung werden auch die Inhalte des Basismoduls abgefragt. Dies ist im DENA-Regelheft so vorgesehen.

Zur Prüfung ist eine separate Anmeldung erforderlich. Das Formular bekommen Sie von uns zugeschickt. Bitte wenden Sie sich bei allen Fragen rund um die Prüfung an die Prüfungsabteilung (Kontaktdaten im Formular).

Wichtig: Wir bieten das Vertiefungsmodul WG nicht als separates Modul an. Sie nehmen an ausgewählten Terminen der laufenden Weiterbildung Gebäudeenergieberater/in (HWK) teil. Daher kann es inhaltlich zu Verschiebungen kommen, z. B. weil ein Dozent mit seinem Thema nicht ganz fertig geworden ist. Die Dozenten sind angehalten, den Stundenplan einzuhalten, aber Verschiebungen können vorkommen. Selbstverständlich haben Sie dann die Möglichkeit, am Folgetermin teilzunehmen. Wir bitten dies jedoch zu beachten und um Ihr Verständnis! In der Summe kommen wir daher auch auf mehr als die geforderten 40 UE (= Mindestanforderung), d.h. sie belegen mehr als das Minimum.

Bei Fragen stehe wir gerne zur Verfügung.

Termine auf Anfrage.

Bitte wenden Sie sich bei Interesse an Ihren/Ihre Ansprechpartner/in.

Ihre Ansprechpartnerin



Telefon 0731 17589-23
m.feurle@hwk-ulm.de


Downloads

Teilnahmebedingungen

Kursinformation als PDF

Termine auf Anfrage.

Bitte wenden Sie sich bei Interesse an Ihren/Ihre Ansprechpartner/in.