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7. Mai 2020

Soforthilfe Corona: Müssen Betriebe die Soforthilfe Corona (anteilig) zurückzahlen?

Wenn durch Wiedereröffnung bzw. wieder steigende Umsätze der Liquiditätsengpass tatsächlich geringer ist, als Sie bei Antragstellung dachten, müssen Sie einen entstandenen Überschuss zurückzahlen. Es darf mit dem Zuschuss keine Überkompensation erfolgen, d. h. es darf nicht mehr Geld einbehalten werden, als tatsächlich auch für den angegebenen Engpass benötigt wurde.

Beispiel: Eine soloselbständige Friseurin hat einen Zuschuss von 6.000 € für März, April und Mai erhalten. Im Mai kann sie nun ihrer Tätigkeit wieder nachgehen. Nach Rücksprache mit ihrem Steuerberater ergibt sich, dass tatsächlich 1.000 €  weniger Liquiditätsengpass vorliegt, als bei Antragstellung gedacht. Deswegen informiert sie umgehend die Bewilligungsstelle (L-Bank) und zahlt die zu viel erhaltenen 1.000 € zurück.

Ein Beispiel ohne Rückzahlung wäre, wenn der Liquiditätsengpass bei Antragstellung z. B. 12.000 € betrug und – als maximaler Zuschuss – 9.000 € erhalten wurde. Wenn durch Wiedereröffnung der Liquiditätsengpass nun zwar kleiner wurde als ursprünglich gedacht, jedoch immer noch mindestens 9.000 € beträgt, liegt keine Überkompensation vor. Der Zuschuss kann dann in der vollen Höhe behalten bleiben.

Corona-Beratungs-Hotline für Handwerksbetriebe: 0731 1425-6900

Beachten Sie dazu insbesondere auch die Informationen auf der Internetseite des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.

FAQ: “Muss ich die Soforthilfe Corona zurückzahlen?”