Betriebliche Sicherheit für HandwerkerInnen

Im Vergleich zu anderen Berufsgruppen sind HandwerkerInnen einem besonders hohen Unfall- und Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Umso wichtiger ist es, Grundregeln für mehr Sicherheit zu beachten.

Wir klären auf und geben entscheidende Tipps für mehr Arbeitssicherheit:

1. Wie sieht Arbeitsschutz im Handwerk aus?
Die häufigsten Unfälle im Handwerk sind die Verletzung durch Arbeitsmittel, Absturz von Gerüsten und Stolpern durch Gegenstände. Unfälle geschehen aber auch durch das Einatmen von giftigen Dämpfen sowie einer falschen Haltung beim Arbeiten und das Nichttragen der Schutzausrüstung.

Wichtig ist an dieser Stelle, kontinuierlich auf die Einhaltung der Maßnahmen hinzuweisen.
Empfehlenswert ist, einen Sicherheitsbeauftragen im Unternehmen zu benennen, welcher Probleme und Mängel am Abreitsplatz erkennt, regelmäßig auf Unfall- und Gesundheitsgefahren hinweist, Mängel anspricht und die Beseitigung anstößt.
Stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Sicherheitsbeauftragten vorab schulen. Beispielsweise mit unserem Kurs Sicherheitsbeauftragte/r Erstschulung.

Die Verantwortung für die Durchführung und Einhaltung des Arbeitsschutzes liegt in allen Betrieben bei den AbreitgeberInnen. Investieren Sie in qualitative Sicherheitsmaßnahmen.
Sie verbessern damit die Krankheitsquote und verringern Personalkosten.

Welche Schritte sind einzuhalten und empfehlenswert?

  • Hochwertige PSA (Persönliche Schutzausrüstung)
  • Regelmäßige Unterweisungen zum Thema Arbeitssicherheit durchführen
  • Gefährdungsbeurteilung für jeden Arbeitsplatz erstellen
  • Eine Fachkraft für Arbeitssicherheit beauftragen
  • Einen Sicherheitsbeauftragten benennen
  • Mehrere Ersthelfer benennen
  • Für Betriebe mit Brandgefährdung einen Brandschutzbeauftragten benennen

2. Mehr Sicherheit am Büroarbeitsplatz
In den kleinen und alltäglichen Dingen moderner Arbeitsumgebungen finden sich Gefahrenquellen. Vor den potentiellen Verletzungen und Gesundheitsschädigungen kann man sich leicht durch einen bewussten Umgang schützen.

Tipps:

  • Lagern Sie schwere Gegenstände möglichst weit unten
  • Ihre MitarbeiterInnen sollten schwere Lasten mit der richtigen Körperhaltung tragen
  • Durchgänge sollten immer frei bleiben
  • Schubladen sollten immer geschlossen sein
  • Schwellen sollten klar markiert sein
  • Frei herumliegende Kabel sollten mit Kabelbinder gesichert werden
  • Teppichkanten sollten fest am Boden befestigt werden
  • Handtaschen und Jacken sollten ordentlich im Schrank verräumt werden

Feuerquellen vermeiden
Machen Sie Ihre MitarbeiterInnen darüber aufmerksam, Papier nicht mit erhitzen Gegenständen aus der Küche, Produktionshallen, etc. zusammenzuführen.

Ein Feuerlöscher gehört zur vorschriftsmäßigen Grundausstattung eines Büroarbeitsplatzes. Schildern Sie die Büros ebenfalls mit Fluchtplänen aus.

Sehen Sie auch den Beitrag über Brandschutzbeauftragte/r.

Hygiene für mehr Sicherheit
Keime und Viren sind eine unsichtbare Gefahrenquelle, die es zu vermeiden gilt.
Stellen Sie sicher, dass die Büros gereinigt, Desinfektionsmittel aufgestellt und Hände regelmäßig gewaschen werden. Tipp: Papierhandtücher reduzieren im Vergleich zu Textilrollen und Handtücher die Keimzahl deutlich. Von Heißlufttrocknern raten wir ab, diese vermehren die Keime in der Luft.

3.

Vorbeugender Brandschutz Fragen und Antworten
Brandschutz: Wer ist verantwortlich?
UnternehmerInnen haben in ihrem Betrieb die Sorge zu tragen, dass der Brandschutz eingehalten wird. Die Schutzpflicht kann im Unternehmen auch an Führungskräfte weitergegeben werden (in schriftlicher Form festgehaltezuhalten, werden Brandschutzbeauftragte im Unternehmen festgelegt.
-> Jetzt Brandschutzbeauftragte/r werden!

Was muss vorab festgelegt werden?
Es ist sehr wichtig, Schutzziele mit dem Brandschutzbeauftragten zu besprechen.

Worauf ist beim betrieblichen Brandschutz zu achten?
Es soll durch den betrieblichen Brandschutz Sicherheitsrisiken reduziert werden.
Folgende Maßnahmen kommen zum Tragen:
Identifizieren Sie Brand- und Explosionsgefahren auf dem Gelände, bringen Sie Sicherheitshinweise an und treffen Sie jegliche vorbeugende Maßnahme zur Vermeidung von einer Brandursache.