Trockenes Wetter, nasse Risiken: Warum Betriebe jetzt vorsorgen sollten!

Die aktuelle Trockenheit in vielen Regionen lässt Hochwassergefahren schnell in den Hintergrund rücken. Doch weder Starkregen noch Hochwasser sind damit vom Tisch. Im Gegenteil: Einzelne Starkregenereignisse können innerhalb weniger Stunden zu erheblichen Schäden führen und treffen häufig auch Betriebe fernab von Flüssen und Bächen. Rund die Hälfte aller Hochwasserschäden in Deutschland wird durch Starkregen verursacht.

Für Handwerksbetriebe können die Folgen existenzbedrohend sein. Neben Sachschäden an Gebäuden, Maschinen und Warenbeständen drohen Betriebsunterbrechungen, Lieferausfälle und finanzielle Belastungen. Unternehmen stehen zudem in der Verantwortung, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen. Auch Haftungsfragen, Versicherungsbedingungen, Finanzierungen und zukünftige Bauvorhaben können von einer Hochwassergefährdung beeinflusst werden.

Ein wichtiger erster Schritt ist die Überprüfung des eigenen Standorts anhand der Hochwassergefahrenkarten des Landes Baden-Württemberg. Diese zeigen, ob das Betriebsgelände von einem Hochwasser betroffen sein kann und liefern wichtige Hinweise für die betriebliche Risikoanalyse. Zur betrieblichen Vorsorge gehören insbesondere baulicher Objektschutz, die Sicherung von Anlagen und Gefahrstoffen, die Überprüfung des Versicherungsschutzes sowie die Erstellung eines Hochwasser-Notfallplans. Legen Sie frühzeitig fest, wer im Ernstfall welche Aufgaben übernimmt und wie die Kommunikation innerhalb des Unternehmens erfolgt.

Aus Sicht der Handwerkskammer Ulm gilt daher: Nutzen Sie trockene Zeiten für die Vorsorge. Denn wenn das Wasser kommt, bleibt meist keine Zeit mehr für grundlegende Maßnahmen. Wer heute Risiken bewertet und Vorkehrungen trifft, schützt Mitarbeitende, Betriebsvermögen und die Zukunft seines Unternehmen.

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