Handwerk trotzt Nachwuchsdelle: Mehr Jugendliche starten Ausbildung

Plus von fünf Prozent bei den Ausbildungszahlen im Gebiet der Handwerkskammer Ulm – mehr als 500 offene Ausbildungsplätze zwischen Ostalb und Bodensee

Bereits einen Monat vor Ausbildungsstart am 1. September kündigt sich im Gebiet der Handwerkskammer Ulm eine Steigerung der Azubizahlen im Vergleich zum Vorjahr an. So haben sich im laufenden Jahr bereits 114 junge Menschen mehr für eine Lehre in einem von über 130 Handwerksberufen entschieden als 2024 – eine Steigerung von fünf Prozent. Und das trotz stagnierender und zuvor stark gesunkener Schulabgangszahlen. Denn während 2015 noch knapp 18.200 Schülerinnen und Schüler einen Abschluss im Kammergebiet gemacht haben, waren es 2024 unter 15.000. Allerdings entschieden sich 2015 nur rund 15 Prozent dieser Schulabgänger zu einer Ausbildung im Handwerk – im Jahr 2024 waren es knapp 19. Auch für das laufende Jahr ist mit einer erneuten Steigerung dieses Anteils zu rechnen. Dazu sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm: „Es kündigt sich ein gutes Ausbildungsjahr an und das Handwerk wird weiter Boden gut machen. Wir sind mit anderen Branchen und Unternehmen in einem großen Wettbewerb um junge Talente und zeigen: Wir haben überzeugende Argumente. Beinah jeder fünfte Schulabgänger kommt zu uns ins regionale Handwerk – egal ob Haupt- und Realschule oder Gymnasium.“

Die neuen Auszubildenden unterstützen die Betriebe der Region ab sofort dabei, essenzielle Handwerksleistungen und Produkte für die Versorgung der Bevölkerung bereitzustellen. Besonders gefragte Berufe sind dabei jene, die klimarelevante Tätigkeiten umfassen, sowie Berufe im Lebensmittelhandwerk. Bei den Kfz-Mechatronikern steigt die Zahl an neuen Auszubildenden um rund 20 Prozent, bei den Zimmerern um über 15 Prozent. Im Lebensmittelhandwerk gibt es vor allem bei den Fachverkäufern einen großen Zuwachs von rund 30 Prozent, bei den Bäckern ähnlich. „Eine handwerkliche Ausbildung ist eine große berufliche Chance für Jugendliche. Sie können sich in einer praktischen Tätigkeit jeden Tag neu verwirklichen und bekommen dabei bereits in jungem Alter attraktive Löhne. Das Handwerk bietet dabei jedem Platz, der den Willen hat, wirklich anzupacken und etwas zu schaffen“, so Mehlich. 

Die Möglichkeit eine Lehre im Handwerk zu beginnen, gibt es auch noch nach dem Ausbildungsstart: Aktuell sind im gesamten Kammergebiet noch über 500 Lehrstellen unbesetzt. Das ganze Jahr über haben Jugendliche die Möglichkeit, sich in einem der zahlreichen Gewerke für eine passende Stelle zu bewerben. Wer unschlüssig ist, kann sich an die Ausbildungsberater der Handwerkskammer Ulm wenden. Sie helfen dabei, den passenden Ausbildungsberuf für die eigenen Fähigkeiten zu finden. Mehr dazu unter www.hwk-ulm.de/ausbildungsboerse.

Ausbildungszahlen zum 31. Juli 2025 nach Landkreis:

Ostalbkreis:

488 Auszubildende

Anzahl der offenen Lehrstellen: 90

Landkreis Heidenheim:

197 Auszubildende

Anzahl der offenen Lehrstellen: 28

Alb-Donau-Kreis:

279 Auszubildende

Anzahl der offenen Lehrstellen: 52

Stadtkreis Ulm:

234 Auszubildende

Anzahl der offenen Lehrstellen: 58

Landkreis Biberach

304 Auszubildende

Anzahl der offenen Lehrstellen: 108

Landkreis Ravensburg:

563 Auszubildende

Anzahl der offenen Lehrstellen: 133

Bodenseekreis:

315 Auszubildende

Anzahl der offenen Lehrstellen: 53



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