Flexibleres Mentoring für Frauen im Handwerk

Programm für Handwerkerinnen feiert siebenjähriges Bestehen – Neues Angebot für situationsbezogenes Mentoring

Im August 2019 hat die Handwerkskammer Ulm als landesweite Pilotregion ein Mentoring für Frauen im Handwerk gestartet. Mit großem Erfolg. Seit Gründung haben durchschnittlich pro Jahr 15 Mentorinnen und 15 Mentees zusammengefunden. Ziel des Programms ist es, den Austausch unter Frauen im gewerblich-technischen Handwerk zu fördern. Junge Auszubildende profitieren dabei von erfahrenen Handwerkerinnen und Betriebsinhaberinnen. Sie stehen den jungen Frauen im Rahmen des Programms als Mentorinnen zur Seite. Dazu sagt Katja Maier, Präsidentin der Handwerkskammer Ulm: „Um weiterhin Frauen für das Handwerk zu gewinnen, braucht es Unterstützungs- und Netzwerk-Möglichkeiten wie unser Mentoring-Programm. Im direkten Austausch mit berufserfahrenen Handwerkerinnen können sich Auszubildende nicht nur wertvolles Wissen aneignen, sondern auch Kontakte zu Frauen knüpfen, die sie in ihrer persönlichen Weiterentwicklung stärken und voranbringen.“

Das Programm sah bisher feste Tandems zwischen einer Mentorin und einem Mentee vor, die sich jeweils ein halbes Jahr miteinander ausgetauscht haben. Jetzt wird das Angebot flexibilisiert. Ein Mentee kann nun die Unterstützung und Betreuung aller berufserfahrener Frauen, die an diesem Programm teilnehmen, in Anspruch nehmen. Durch das Prinzip „Alle sprechen mit allen“ ist eine gezieltere Vernetzung und Kommunikation unter Mentorinnen und Mentees möglich. Zudem wird das Angebot besser auf die Nachfrage der jungen Auszubildenden angepasst. Denn der Frauenanteil im Handwerk zwischen Ostalb und Bodensee ist gestiegen. Aktuell durchlaufen über alle Lehrjahre hinweg 1.553 junge Frauen eine handwerkliche Lehre. Damit ist rund jeder fünfte Ausbildungsplatz weiblich besetzt. „Die Mentorinnen bauen das Fundament für unsere nächste Generation von Macherinnen“, betont Maier. Und weiter: „Mentoring ist keine Einbahnstraße, sondern eine Brücke, auf der beide Seiten wachsen – die eine durch Erfahrung, die andere durch neue Perspektiven.“



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