Mehr als 2.000 Handwerkerinnen und Handwerker im Gebiet der Handwerkskammer Ulm ehrenamtlich im Einsatz – Ehrenamt ist tragende Säule der handwerklichen Bildung

Jedes Jahr am 5. Dezember findet der Internationale Tag des Ehrenamts statt. Ziel ist es, das ehrenamtliche Engagement wertzuschätzen und zu fördern. Denn das Ehrenamt ist eine tragende Säule der Gesellschaft: Von der Feuerwehr über den Sport bis zu den Berufs-Abschlussprüfungen geht ohne Ehrenamtliche in den Kommunen vor Ort nichts mehr. Auch im Handwerk spielen Ehrenamtliche eine wichtige Rolle: Sie übernehmen Aufgaben in Gesellen- und Meisterprüfungsausschüssen, sind als Sachverständige im Einsatz oder in einer Innung oder Kreishandwerkerschaft tätig. Im gesamten Gebiet der Handwerkskammer Ulm zwischen Ostalb und Bodensee sind derzeit mehr als 2.000 Handwerkerinnen und Handwerker ehrenamtlich im Einsatz. Rund 500 davon nehmen Meisterprüfungen aus verschiedenen Gewerken ab. Zudem unterstützen eine Vielzahl an Ehrenamtlichen den Bereich der Fortbildungsprüfungen. Dazu sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm: „Unser regionales Handwerk ist auf all die Ehrenamtlichen angewiesen, die neben ihrer beruflichen Tätigkeit die Zeit finden, um die Initiative zu ergreifen und sich einzubringen. Sie sichern mit ihrer wertvollen Arbeit den hohen Standard, den unsere Kundinnen und Kunden bei der Erbringung von Handwerksleistungen erwarten.“
Viele Handwerksbetriebe und ihre Beschäftigten sind in der Region tief verwurzelt und engagieren sich ehrenamtlich in ihrer Gemeinde. Gleichzeitig sind Ehrenämter für das Handwerk selbst zentral, denn das Handwerk ist eine Selbstverwaltung: Kreishandwerkerschaften und Innungen organisieren gemeinsam mit der Handwerkskammer Ulm die Prüfungen und ermöglichen es, dass die Prüflinge gleiche Bedingungen und Voraussetzungen bekommen – und sichern damit gleichzeitig die hohe Qualität in Aus- und Weiterbildung. Rund 1.500 ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite sind im Kammerbezirk im Einsatz, damit die Auszubildenden ihre Abschlussprüfungen ablegen können. Im Jahr 2025 waren dies rund 2.500 Gesellinnen und Gesellen.
„Dieses ehrenamtliche Engagement spart dem Staat jedes Jahr aufs Neue mehrere Millionen Euro. Denn die bräuchte der Bund sonst, um die Beamten zu bezahlen, die das anstelle der Ehrenamtlichen organisieren müssten“, verweist Mehlich auf einen wichtigen Nebeneffekt. Und weiter: „Umso wichtiger ist es, dass dieses Engagement mehr Wertschätzung erfährt und gefördert wird, damit es auch in Zukunft genügend Interessierte gibt, die bereit sind, ihre Freizeit für ein Ehrenamt zu nutzen – zumal die Anforderungen an die ehrenamtlich Tätigen immer vielfältiger und herausfordernder werden.“