Anstehende Wahlen für Betriebe zwischen Ostalb und Bodensee von großer Relevanz – Handwerkskammer Ulm macht sich für bessere politische Rahmenbedingungen stark

Im Vorfeld der anstehenden Landtagswahl hat der Landesverband mit allen Handwerkskammern in Baden-Württemberg eine 26 Punkte umfassende Agenda mit den drängendsten Anliegen der Handwerksbetriebe erarbeitet und vorgelegt. Die Ulmer Kammer hat nun noch einmal präzisiert, was sie von der nächsten Landesregierung erwartet und welche Hoffnungen das regionale Handwerk in die zukünftigen Volksvertreter setzt. Dabei geht es insbesondere um ehrliche Wertschätzung für das Handwerk, partnerschaftlichen Dialog, konkrete und realistische Ziele sowie pragmatische Regeln und verlässliche Zusagen. Dazu sagt Katja Maier, Präsidentin der Handwerkskammer Ulm: „Die Politik kann von unserem regionalen Handwerk lernen: Problem begutachten, Lösungen finden und dann umsetzen. Das machen unsere Handwerkerinnen und Handwerker tagtäglich. Wenn wir jetzt nicht handeln, verschärfen sich die Verteilungskonflikte weiter mit spürbaren Wohlstandsverlusten. Die Politik muss die notwendigen Reformen nun entschlossen angehen, um die Zukunftsfähigkeit des Mittelstandes zu gewährleisten.”
Zu den konkreten Forderungen gehört etwa der Bürokratieabbau, ein fairerer Wettbewerb, eine stärkere Landesförderung für die Modernisierung der beruflichen Bildungsstätten, eine intakte Infrastruktur, ein spürbarer Schub bei der Digitalisierung oder auch der Abbau von Hürden beim Thema Betriebsgründung und -nachfolge. Die Handwerkskammer fordert zudem steuerliche und regulatorische Reformen vorzunehmen. Katja Maier macht in diesem Zusammenhang auf das Thema Grunderwerbsteuer aufmerksam. Das Land solle die Grunderwerbsteuer von aktuell 5 auf 3,5 Prozent senken oder zumindest befristet aussetzen, um die Wirtschaft und hier insbesondere den Bausektor zügig wieder anzukurbeln. Zudem brauche es verlässliche Förderprogramme.
Maier weiter: „Unsere Betriebe haben aktuell mit zahlreichen wirtschaftlichen Herausforderungen zu kämpfen: Hohe Personalkosten, steigende Materialpreise und ausufernde bürokratische Vorgaben. Noch halten unsere Inhaberinnen und Inhaber sowohl an ihren Betrieben als auch deren Beschäftigen fest. Aber die Sorgenfalten werden tiefer. Die Politik muss dem jetzt zügig entgegenwirken. Nur so halten wir die Menschen in Arbeit und können der Bevölkerung weiterhin bezahlbare und verfügbare handwerkliche Dienstleistungen und Produkte anbieten.“