Operationsplan Deutschland: Was Handwerksbetriebe jetzt wissen müssen

Die sicherheitspolitische Lage erfordert auch von Handwerksbetrieben eine erhöhte Krisenvorsorge. Der Operationsplan Deutschland (OPLAN DEU) und die Gesamtverteidigung sehen Szenarien vor, die direkte Auswirkungen auf Betriebe haben können. Dazu gehören längere Wehrübungen für Reservisten, kurzfristige Personalabzüge für Bundeswehr, Katastrophenschutz oder THW sowie Stromausfälle von bis zu 72 Stunden. Behörden können im Katastrophenfall auf Fahrzeuge, Maschinen und Unterkünfte zugreifen – für beruflich erbrachte Leistungen ist eine marktübliche Entschädigung vorgesehen.
Handwerksbetriebe sollten jetzt handeln:

  • Notfall- und Vertretungspläne regelmäßig aktualisieren.
  • Schlüsselpersonen auf Unabkömmlichkeit prüfen und Nachweise vorbereiten.
  • LKW-Führerscheine im Team ausbauen, um Engpässe zu vermeiden.
  • IT-Sicherheit stärken und Mitarbeitende sensibilisieren – beachten Sie die neuen Anforderungen aus dem NIS-2-Umsetzungsgesetz und dem KRITIS-Dachgesetz.
  • Energieversorgung sichern, z.B. durch Dieselgeneratoren oder dezentrale Lösungen.
  • Dokumentation aller Notfallmaßnahmen bereithalten, um im Ernstfall schnell reagieren zu können.
    Auch die Unterstützung bei der Versorgung von Durchmarschtruppen (z.B. NATO-Verbände) kann erforderlich werden. Cyberangriffe und Desinformationskampagnen sind weitere Risiken, die Betriebe im Blick behalten müssen.

Nutzen Sie die Checkliste von HandwerkBW, um Ihren Betrieb fit für den Krisenfall zu machen und den Ratgeber: Vorsorgen für Krisen und Katastrophen vom BBK vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.