Ein Stück gleichwertiger

 Es gibt sie, die guten Ideen, die die handwerkliche Bildung verändern und auf morgen vorbereiten: So hat etwa unsere Handwerkskammer gemeinsam mit Partnern in der Region – Hochschulen, Kommunen, Agenturen, Schulen – ein Konzept für eine neue Berufsbildung entwickelt. Dieses sieht Weiterbildungsmöglichkeiten für uns Handwerkerinnen und Handwerker vor, die neueste wissenschaftliche Erkenntnisse miteinander in die Praxis übertragen. Eingereicht haben wir unsere Idee beim Bundesministerium für Bildung und Forschung, das dafür Fördergelder ausgeschrieben hat. Ein mutiges Vorhaben mit dem nötigen Weitblick. Denn es macht den beruflichen Bildungsweg im Handwerk attraktiver für junge Menschen. Warum ist das gut und wichtig? Die Jugendlichen erwarten Karrieremöglichkeiten, wenn sie einen Handwerksberuf ergreifen. Dafür braucht es moderne Qualifizierungs- und Bildungsangebote. Hier sind wir alle gefordert. Wir können mithelfen, diese Angebote zu schaffen, die unsere Fachkräfte mit dem nötigen Rüstzeug ausstatten. Wir Handwerksbetriebe brauchen vernetzt denkende, gut ausgebildete Fachkräfte, die die Aufträge beim Kunden abarbeiten. So sichern wir alle miteinander die Versorgung der Bevölkerung in unseren Regionen. Deshalb ist der Wettbewerb der richtige Weg – und unser  Handwerks-Konzept aussichtsreich. So wollen wir unsere duale Bildung wieder ein Stück gleichwertiger machen zu akademischen Abschlüssen. So schaffen wir es Schritt für Schritt, dass eine berufliche Fortbildung genauso anerkannt wird wie ein Studium. Und ganz nebenbei sichern wir uns damit unseren Nachwuchs im Handwerk. In Zeiten des Fachkräftebedarfs klingt das ziemlich vernünftig.


Dieser Kommentar ist erschienen in der DHZ-Ausgabe 13.

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