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30. April 2019

Wer beruflich stehen bleibt, verliert den Anschluss

Regionalbüro für berufliche Fortbildung unterstützt beratend den persönlichen Karriereweg .

Qualifizierte Aus- und Weiterbildungen sind das A und O der Fachkräftesicherung in unseren Regionen. Die Regionalbüros für berufliche Fortbildung verstehen sich als Schnittstelle zwischen Ratsuchenden und Bildungsanbietern und informieren trägerneutral über das breite Spektrum der beruflichen Weiterbildung. In 2018 wurden im Ulmer Regionalbüro 56 persönliche Beratungen vor Ort durchgeführt und kostenlos Angebote unterschiedlicher Weiterbildungsanbieter aufgezeigt. „Um für jede/n in der breiten Bildungslandschaft im Raum Ulm/Biberach individuell die passende Fort- und Weiterbildung und den passenden Anbieter zu finden, ist eine professionelle und trägerneutrale Beratung, wie sie vom Regionalbüro angeboten wird, eine sehr wertvolle und hilfreiche Dienstleistung“, sagt Norbert Herre, Fachbereichsleiter für berufliche Bildung bei der vh Ulm und Vorsitzender des Netzwerks für berufliche Fortbildung Ulm. Anna Koglin, Pädagogin und Bildungswissenschaftlerin, ist die neue Leitung des Regionalbüros für berufliche Fortbildung Ulm und Biberach mit Sitz in den Räumen der Handwerkskammer Ulm. Sie kennt die regionalen und überregionalen Angebote und findet passende Fortbildungen. „Die Berufe befinden sich ständig in Bewegung. Wer stehen bleibt, verliert den Anschluss“, sagt Koglin. „Um die hohe Qualität der Leistungen in den Betrieben und Unternehmen unserer Region aufrecht zu erhalten, sind Fort- und Weiterbildungen ein unabdingbarer Bestandteil eines Berufslebens.“

Die Netzwerke für berufliche Fortbildung Ulm und Biberach verbinden mehr als 70 regionale Bildungsträger miteinander. „Lebenslanges Lernen gilt für jeden, ob im sozialen und gesundheitlichen Bereich, im Handwerk, in der Industrie, im Dienstleistungsgewerbe oder im Handel. Das Regionalbüro für berufliche Fortbildung ist ein wichtiger Beitrag dafür, dass die Angebote präsent sind und die Fachkräfte auf dem aktuellen Stand der Entwicklung bleiben“, ist sich Koglin mit Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm, einig. Alle Stärken und Talente sollen dabei entdeckt und vertieft werden können. Dabei ist von der Auffrischung fachlicher Inhalte bis hin zu einer zertifizierten Weiterqualifizierung oder sogar der Aufnahme eines weiterbildenden Studiums, entsprechend der individuellen Voraussetzungen, alles möglich.

Neben der Weiterbildungsberatung unterstützt das Regionalbüro Bildungsanbieter vor Ort, die sich zu Netzwerken für berufliche Fortbildung zusammengeschlossen haben. So veranstaltet das Regionalbüro in den Regionen Ulm und Biberach regelmäßig Seminare und Workshops zu aktuellen Themen, um die Bildungsträger vor Ort bei gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen der Arbeits- und Bildungswelt zu unterstützen. Prof. Dr. Johann Ceh, Oberstudiendirektor a.D., seit über 30 Jahren Vorsitzender des Netzwerks für berufliche Fortbildung Biberach, betont die wachsende Bedeutung beruflicher Fortbildung. „Vor dem Hintergrund unserer demographischen Entwicklung und des prognostizierten Wirtschaftswachstums wird berufliche Fortbildung in Form von Anpassungsweiterbildung ein entscheidendes, bildungspolitisches Thema der nächsten Jahre sein – und sicher auch einer der großen Wachstumsmärkte unserer Wirtschaft.“

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg fördert die 33 Netzwerke für berufliche Fortbildung in Baden-Württemberg, die seit nunmehr als 50 Jahren bestehen, und die trägerneutralen Regionalbüros mit jährlich ca. 1,4 Mio. Euro. Die nächstgelegenen Regionalbüros befinden sich in Aalen für Ostwürttemberg und in Pfullendorf für die Landkreise Ravensburg, Bodenseekreis, Konstanz und Sigmaringen.

 

 

 

Die neue Leiterin des Regionalbüros für berufliche Fortbildung, Anna Koglin. (Bild: Privat)