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30. April 2019

Zwei Städte – zwei attraktive Wirtschaftsstandorte

IHK und Handwerkskammer zeichnen Giengen und Herbrechtingen aus.

Kommunen und die vor Ort aktiven Betriebe sind Partner. Die Zusammenarbeit von Städten und Unternehmen ist wichtig und sollte funktionieren. Daher bieten die IHK Ostwürttemberg und die Handwerkskammer Ulm seit 2018 Städten und Gemeinden die Auditierung „Attraktiver Wirtschaftsstandort“ an. Mit Giengen und Herbrechtingen erhielten nun zwei weitere Kommunen der Region die Auszeichnung. Sie dürfen somit die nächsten drei Jahre mit der Auszeichnung „Attraktiver Wirtschaftsstandort“ für sich werben.

Unternehmen spielen für die wirtschaftliche Entwicklung einer Kommune eine bedeutende Rolle. Sie stehen für lebendige Innenstädte und versorgen Menschen mit Waren und Dienstleistungen. Handwerksbetriebe sind für die Bevölkerung, andere Unternehmen und auch die öffentliche Hand selbst unverzichtbar. Industrieunternehmen sind wichtige Arbeit- und Auftraggeber in der Region und tragen häufig mit ihren Produkten auch das Image eines Standorts in die Welt. Alle Unternehmen schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze und fördern die Entwicklung der Kommunen durch Steuerbeträge. Außerdem engagieren sie sich darüber hinaus ehrenamtlich im Sinne gesellschaftlicher Verantwortung in Sport, Kultur und Bildung oder weiteren Themenfeldern. Michaele Eberle, Hauptgeschäftsführerin der IHK Ostwürttemberg: „Uns liegt es am Herzen, dass die Schnittstelle von Kommunen und Wirtschaft gut funktioniert. Daher wollen wir mit dem Wettbewerb „Attraktiver Wirtschafsstandort“ Impulse für die weitere Entwicklung der Zusammenarbeit geben.“ Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm ergänzt: „Handwerk ist lokal. Die ausgezeichneten Kommunen haben ein besonderes Angebot und Serviceniveau bewiesen. Sie bemühen sich um unsere Betriebe, hören ihnen zu und wollen ihnen ihr Wirtschaften am Ort leichter machen. Das ist besonders und wollen wir deshalb mit der Auszeichnung Attraktiver Wirtschaftsstandort würdigen.“

Durchgeführt wurde die Zertifizierung durch einen externen Dienstleister, die imakomm AKADEMIE aus Aalen. Neben den 43 Fragen bzw. Kriterien umfassenden Prüfbogen wurden die Kommunen hinsichtlich ihrer Internet-Angebote bewertet und auch eine anonymisierte Mystery-Aktion zur Überprüfung der Servicequalität durchgeführt. Maximal konnten 67 reguläre Punkte erreicht werden. Herausragende Leistungen wurden zusätzlich mit Sonderpunkten belohnt. Für eine erfolgreiche Auszeichnung mussten 70 Prozent der möglichen Gesamtpunktzahl erreicht werden.

Bewertet wurden die Themenfelder „Konzepte und Strategien der Wirtschaftsförderung“, „wirtschaftsfreundliche Verwaltungsprozesse“, „Information und Kommunikation in Bezug auf Unternehmen“, „harte und weiche Standortfaktoren“, sowie das Thema „Internationalität“. Beide ausgezeichneten Städte punkten mit attraktiven Angeboten und Prozessen für Unternehmen. Michaela Eberle und Dr. Tobias Mehlich sind sich einig: „Die gute Zusammenarbeit von Wirtschaft und Kommunen in der Region wurde eindrucksvoll von den beiden an der Auditierung teilnehmenden Kommunen Giengen und Herbrechtingen belegt.“ Besonders gefallen hat den Auditoren die enge Zusammenarbeit der Stadt Giengen, unterstrichen durch einen Kooperationsvertrag mit der Wirtschaftsförderung und das Engagement im Bereich „Gründerfreundliche Kommune“. Herbrechtingen punktet beispielsweise durch eine sehr persönliche und individuelle Betreuung der Unternehmen, im Sinne einer One-Stop-Agency und den vielen Inhalten der Internetseite in Bezug auf wirtschaftsrelevante Informationen.

Die ausgezeichneten Kommunen dürfen die nächsten drei Jahre mit der Auszeichnung „Attraktiver Wirtschaftsstandort“ werben. Die IHK Ostwürttemberg und die Handwerkskammer Ulm empfehlen auch anderen Kommunen der Region, sich um die Auszeichnung zu bewerben. Über die Netzwerke der Kammerorganisation wird bundesweit für das Projekt geworben. Zudem wird ein kommunaler Erfahrungsaustausch etabliert, um sich über Best-Practice-Beispiele auszutauschen und voneinander zu lernen.

 

 

(v.l.): Markus Schmid, Leiter des IHK-Geschäftsfelds Existenzgründung und Unternehmensförderung; Stefan Rössler, Geschäftsbereichsleiter Unternehmensberatung der Handwerkskammer Ulm, von der Stadt Herbrechtingen Sabrina Buck und der Erste Beigeordnete Thomas Diem; Dieter Henle, Oberbürgermeister der Stadt Giengen; IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle und Giengens Wirtschaftsförderer Sebastian Vetter. (Bild: IHK Ostwürttemberg)