
Das erste Halbjahr 2025 war kein leichtes. Eine ohnehin schwierige wirtschaftliche Lage wurde vom Wahlkampf gekrönt – notwendige Hilfspakete für unser regionales Handwerk blieben dementsprechend aus. Und das spürte man bei der vergangenen Konjunkturumfrage. Die aktuelle Umfrage zeichnet ein positiveres Bild – wachsam müssen wir im Handwerk aber trotzdem sein. Denn auch nach mehreren Wochen Regierung stehen wir im Handwerk nach wie vor allein da. Notwendige Entlastungen und der Bürokratieabbau lassen weiterhin auf sich warten. Verlassen konnten wir uns auf den Sommer und den erwartbaren Aufschwung. Aber: Die Prognose lässt aufhorchen. Nur jeder vierte Betrieb erwartet ein Auftragsplus im nächsten Quartal. Der Herbst ist meistens weniger stark als der Sommer. Leichter Aufschwung bedeutet also noch lange nicht, dass wir über den Berg sind. Das muss die Politik verstehen, da muss die Politik gegensteuern. Damit unsere Konjunktur sich auch gegen Ende des Jahres weiter aufhellt und dem dunklen Herbst trotzt.
Katja Maier, Zimmermeisterin aus Westhausen und Präsidentin der Handwerkskammer Ulm.
Dieser Kommentar ist erschienen in der DHZ-Ausgabe 15/16-2025.