Starke Wirtschaft, starkes Handwerk

Die Wirtschaft lahmt. Unser Handwerk lahmt. Aber wir können uns keinen Stillstand leisten. Stillstand ist Gift. Wir haben im regionalen Handwerk viel vor, wir müssen vorangehen – denn wir werden gebraucht. Unser Handwerk zwischen Ostalb und Bodensee ist systemrelevant. Unser Handwerk ist krisensicher. Unser Handwerk hat Zukunft. Und Zukunft kommt von Können. „Wir können alles, was kommt.“ – so lautet auch das Motto der neuen Imagekampagne des Handwerks. Wir krempeln die Ärmel hoch und packen mit an. Das wünsche ich mir auch von der neuen Regierung. Es ist höchste Zeit, zu machen. Unsere Handwerksbetriebe sind auf die passenden politischen Rahmenbedingungen angewiesen. Wir Handwerkerinnen und Handwerker erwarten vom neu gewählten Bundestag, dass er zügig die Arbeit aufnimmt und handelt.

Wir brauchen Wachstum, wir brauchen ein starke Wirtschaft – und ein starkes Handwerk. Die ersten angekündigten Impulse stimmen mich positiv. Doch das allein reicht nicht, hier gilt es nachzubessern. Unsere Betriebe müssen entlastet werden. Denn die Belastungen durch Bürokratie, Steuern und Abgaben – in einem ohnehin schwierigen wirtschaftlichen Umfeld – lasten schwer auf unseren Handwerksbetrieben in der Region. Deshalb mein eindringlicher Appell an die Politik: zügig Kosten senken, vor allem bei Energie und Sozialabgaben, und Bürokratie abbauen. Das kurbelt die Wirtschaft wieder an und macht uns wettbewerbsfähiger. Wir sind und bleiben die Wirtschaftsmacht von nebenan. Der Motor des Mittelstands – eine Branche, die allein in unserem Kammergebiet rund 17 Milliarden Euro jährlich umsetzt. Man muss uns nur machen lassen.

Günter Gebauer, Elektroinstallateurmeister aus Heiligenberg und Vorstandsmitglied der Handwerkskammer Ulm.

Dieser Kommentar ist erschienen in der DHZ-Ausgabe 8-2025.



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