Warnsignale erkennen und handeln

Die aktuelle Lage im regionalen Handwerk ist alles andere als einfach – während etwa das Kfz-Handwerk floriert, hadert das Bauhandwerk mit der mauen Geschäftslage. Immer weniger Betrieben zwischen Ostalb und Bodensee geht es gut. Das ist ein deutliches Warnsignal! Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der Betriebe, die von einem schlechten Geschäftsverlauf berichten. Die Industrie investiert zu wenig und lässt damit das Handwerk im Stich. Hier ist die Politik gefordert! Es braucht dringend Maßnahmen wie eine gesenkte Grunderwerbsteuer und verlässliche Förderprogramme. Nur so kann die Bauwirtschaft gestärkt werden. Die Betriebe brauchen Planungssicherheit und weniger Bürokratie, um wieder in die Gänge zu kommen. Die Auftragslage ist ein weiteres Sorgenkind. Viele Handwerksbetriebe melden Rückgänge bei den Aufträgen. Die Erwartungen für das laufende Quartal sind gedämpft. Ein Großteil der Firmen rechnet mit einer gleichbleibenden Lage. Einige erwarten sogar eine Verschlechterung. Es ist höchste Zeit, dass die Politik endlich die Signale versteht und handelt! Trotz der Herausforderungen bleibt der Personalbestand stabil. Einige Betriebe haben Personal aufgebaut, während andere abgebaut haben. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften ist ungebrochen, doch die Bewerber fehlen. Hier müssen wir in der Ausbildung und Förderung von Fachkräften aktiv werden. Die gemischte Stimmung im Handwerk spiegelt die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit wider. Jetzt müssen wir handeln, um die Stabilität zu sichern und die positive Entwicklung in den florierenden Branchen zu fördern. Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen meistern und das Handwerk in unserer Region wieder auf Kurs bringen!

Alexander Hamler, Elektrotechnikmeister aus Mutlangen und Vorstandsmitglied der Handwerkskammer Ulm.

Dieser Kommentar ist erschienen in der DHZ-Ausgabe 15/16-2024.

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