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2. Dezember 2018

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort? Serie “Mitarbeiter? Find ich, halt ich!” – Folge 2

Folge 2: Stellenanzeige? – Aber richtig!

Auf der Suche nach einem Mitarbeiter sind sie oft unvermeidbar: Stellenanzeigen in Zeitungen, Mitteilungsblättern oder online.  Doch welche Informationen müssen in eine solche Anzeige überhaupt rein, um sich von der Masse abzuheben? Alexandra Natter, Personalberaterin bei der Handwerkskammer, zeigt, wie in acht Schritten eine gelungene Stellenanzeige entsteht.

1. Schritt: Die Überschrift einer Stellenanzeige sticht dem Leser als erstes ins Auge. Um die Aufmerksamkeit geeigneter potenzieller Bewerber zu gewinnen, sollte sie so genau wie möglich formuliert sein. Statt dem Titel „Mitarbeiter gesucht“ empfiehlt sich, die exakte Stellenbezeichnung in der Überschrift zu verwenden, also zum Beispiel „Kfz-Meister für Nutzfahrzeuge gesucht“.

2. Schritt: Damit der Leser einen ersten Eindruck zum Unternehmen bekommt, sollte der folgende Teil der Stellenanzeige eine Kurz-Info beinhalten: Wie groß ist die Firma, welche Art von Kunden werden bedient, sind besondere Techniken im Einsatz  und welche Alleinstellungsmerkmale besitzt das Unternehmen gegenüber Wettbewerbern.

3. Schritt: Im nächsten Schritt folgt ein kleiner Steckbrief zur ausgeschriebenen Stelle. Die Art des Anstellungsverhältnisses, das Startdatum, der Einsatzstandort des neuen Mitarbeiters sowie die Bewerbungsfrist sind wichtige Informationen, damit der potenzielle Bewerber grundsätzlich einschätzen kann, ob die Rahmenbedingungen passen und die Stellenanzeige noch aktuell ist.

4. Schritt: Danach wird das Aufgabengebiet beleuchtet. Mit wenigen Worten sollte der Einsatzbereich so umfassend wie möglich beschrieben werden.

5. Schritt: Die Voraussetzungen und fachlichen Qualifikationen, die vom Bewerber erfüllt sein müssen, werden ebenso dargestellt, wie allgemeine Kompetenzen, die ein neuer Mitarbeiter mitbringen sollte. Hierzu zählen zum Beispiel Zuverlässigkeit, Kundenorientierung und Lernbereitschaft.

6. Schritt: Dann ist der Betrieb gefordert, die eigenen Vorteile hervorzuheben und sich als Arbeitgeber attraktiv zu präsentieren. Hier können Fahrtkostenzuschüsse genauso genannt werden, wie ein gutes Arbeitsklima oder Entwicklungsmöglichkeiten im Betrieb.

7. Schritt: Am Ende der Stellenanzeige wird kurz zusammengefasst, ob die Bewerbung postalisch oder online eingereicht werden soll. Zudem müssen Unterlagen wie Lebenslauf, Anschreiben und Zeugnisse genannt sein, die der Bewerbung beigefügt werden sollen. So weiß der Bewerber, welche Dokumente für den Betrieb von großer Bedeutung sind.

8. Schritt: Auch darf am Ende der Kontakt für mögliche Fragen nicht fehlen. Schön ist es, wenn der entsprechende Ansprechpartner mit Bild vorgestellt wird. Das wirkt auf den Bewerber offen und persönlich.

Interessante Beispiele, wie die Suche nach dem passenden Bewerber gestaltet werden kann, findet man im Netz. So sorgte ein Glasereibetrieb in Debstedt mit einem kreativen und authentischen Video ebenso für landesweites Medieninteresse, wie eine Firma aus dem Rems-Murr-Kreis, die sich mit einer schwäbischen Stellenanzeige auf die Suche nach „Baggor-Fahror“ und „Laschdwaga-Fahror“ machte.

Weitere Informationen zum Thema Personal gibt es unter: www.personal.handwerk2025.de.