Zuversichtlich ins neue Jahr

Auch 2024 hat gezeigt, dass unser Handwerk der Motor der regionalen Wirtschaft ist. Wir bauen, modernisieren und verschönern. Wir erschaffen das, was uns als Gesellschaft voranbringt. Damit das so bleibt, brauchen unsere Betriebe aber auch verlässliche Rahmenbedingungen und politische Stabilität – gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wie diesen. Deshalb ist das Aus der Ampel-Koalition nicht hilfreich. Wir können uns keinen Stillstand leisten. Es braucht schnellstmöglich eine handlungsfähige Regierung, die Tempo macht und aufs Gaspedal drückt. Wir müssen die Wettbewerbsfähigkeit stärken und Wachstumskräfte freisetzen. Wir brauchen geringere Energiekosten und Steuern, weniger Bürokratie und mehr gut ausgebildete Fachkräfte. Wenn wir das Jahr 2024 Revue passieren lassen, haben wir allen Widrigkeiten zum Trotz in unserem Handwerk viel Positives erreicht: So haben wir zum Beispiel mehr als 2.800 Jugendliche für eine handwerkliche Ausbildung in unseren Betrieben zwischen Ostalb und Bodensee begeistern können. In unserem Kammergebiet gibt es zudem 490 neue Meisterinnen und Meister, die ihren Abschluss gefeiert haben und nun gesuchte und hochqualifizierte Fachkräfte sind. Auch das Pilotprojekt Beschäftigungsbrücke Indien ist gut angelaufen: Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels braucht das Handwerk wie alle anderen Wirtschaftsbereiche dringend Unterstützung aus dem Ausland. Bereits in diesem Jahr konnten im Kammergebiet elf junge Männer aus Indien ihre handwerkliche Lehre beginnen. Und für 2025 haben wir einen Bedarf an 80 Auszubildenden angemeldet. Rund 40 Absichtserklärungen dafür kommen von den Metzger-Innungen. Bravo!

Wir können stolz sein auf das, was wir in diesem Jahr geleistet haben. Lassen Sie uns also gemeinsam zuversichtlich nach vorne blicken. Nun wünschen wir Ihnen und Ihren Familien schöne und erholsame Feiertage. Nutzen Sie die Zeit zur Entspannung und tanken Sie Kraft, damit Sie in ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr starten können.

Katja Maier, Präsidentin der Handwerkskammer Ulm

Dieser Kommentar ist erschienen in der DHZ-Ausgabe 24-2024.



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