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Soforthilfe: Wo Sie sie beantragen können

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat ein Soforthilfeprogramm aufgelegt: Gewerbliche Unternehmen, Sozialunternehmen und Angehörige der Freien Berufe, die sich unmittelbar infolge der Corona-Pandemie in einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Lage befinden und massive Liquiditätsengpässe erleiden, werden mit einem einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss unterstützt.

Abgrenzung derzeitiges Landesprogramm und Bundesprogramm:
Seit 25.03. bietet das Land ein Landesprogramm „Corona-Soforthilfe“ an. Alle Informationen finden Sie hier:

Das in den Medien kommunizierte Bundesprogramm soll in Kürze im Land verfügbar sein. Betriebe mit bis zu fünf und bis zu zehn Beschäftigten können dann nur noch das Bundesprogramm nutzen. Betriebe zwischen 11 und 50 Beschäftigten nutzen weiter das Landesprogramm. Sobald der Antrag des Bundesprogrammes verfügbar ist, wird er unter dem oben genannten Link abrufbar sein.
Das Land hat die Konditionen an die des kommenden Bundesprogrammes angepasst (beispielsweise vereinfache Definition des Liquiditätsengpasses). Ein Betrieb stellt sich also bei einer sofortigen Antragstellung im Landesprogramm nicht schlechter als beim kommenden Bundesprogramm. Betriebe können ihren Antrag also weiter jederzeit stellen.
Anträge für das Landesprogramm können bis auf Weiteres gestellt werden. Es gibt keine Deadline.

Wichtig: Betriebe können den maximalen Zuschuss (bis 9.000 Euro für Betriebe mit bis zu 5 Beschäftigten, bis zu 15.000 Euro für Betriebe mit bis zu 10 Beschäftigten) nur einmal beantragen, egal ob jetzt im Landesprogramm oder später im Bundesprogramm. Lediglich Betriebe, die jetzt den maximalen Zuschuss nicht beantragt haben, und darüber hinaus einen weiteren Liquiditätsengpass glaubhaft machen, können in einigen Tagen über das Bundesprogramm aufstocken.





Antragsformular

Das Antragsformular für die Soforthilfe sowie eine Schritt-für-Schritt-Beschreibung des Ablaufs der Beantragung finden Sie unter dem Punkt “Antragsverfahren” auf der Internetseite des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg.

Internetseite des Wirtschaftsministeriums

Einreichungsplattform

Den vollständig ausgefüllten und von der berechtigten Person unterschriebenen Antrag können Sie schließlich im PDF-Format online auf der dafür vorgesehenen Plattform www.bw-soforthilfe.de einreichen.

Internetplattform www.bw-soforthilfe.de

Arbeitshilfe (Excel-Tabelle)

Die über das Tool ermittelte Beschäftigtenanzahl ist keine Garantie dafür, dass der Antrag genehmigt wird. Sie kann aber in der Nachweisführung sehr hilfreich sein.

Berechnung Liquiditätsengpass und Vollzeitäquivalente.

Schritt für Schritt Anleitung zur Soforthilfe



 Schritt 1: Antrag herunterladen

Laden Sie auf der Webseite desWirtschaftsministeriums (im Abschnitt “Antragsverfahren”) den Antrag auf Soforthilfe im pdf-Format herunter.

 Bitte benutzen Sie  dafür den Browser Firefox oder Safari – im Internet Explorer funktioniert der Antrag nicht.

 

 Schritt 2: Antrag vollständig ausfüllen

Füllen Sie den Antrag vollständig am Computer aus und speichern Sie das Dokument am Ende ab.

 

 Schritt 3: Antrag ausdrucken und unterschreiben

Drucken Sie den vollständig ausgefüllten Antrag aus und unterschreiben Sie ihn. Mit der Unterschrift an Eides statt versichern Sie die Richtigkeit Ihrer Angaben. 

 

 Schritt 4: Einscannen

Scannen Sie den unterschriebenen Antrag nun ein.

 

 Schritt 5: Antrag digital einreichen

Rufen Sie die Website www.bw-soforthilfe.de auf. Aktuell kann es dabei zu längeren Wartezeiten kommen.

Füllen Sie dort das Upload-Formular vollständig aus und fügen Sie im Feld „Ihr Soforthilfeantrag“ Ihren eingescannten Antrag ein.
Bestätigen Sie abschließend den Datenschutzhinweis und klicken Sie am Ende der Seite auf Absenden.

 Reichen Sie den Antrag ausschließlich über dieses Upload-Formular ein. Anträge, die per E-Mail eingehen, können nicht bearbeitet werden.

 

 Antragstellung fertig!

Ihr Antrag wird nun automatisch an unser Soforthilfe-Team weitergeleitet. 

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich in enger Abstimmung mit der L-Bank um die Abwicklung.

 Sie werden von uns informiert, wenn wir Rückfragen haben bzw. sobald wir den Antrag geprüft und an die L-Bank weitergegeben haben.
Bitte sehen Sie bis dahin von Nachfragen ab, damit wir alle Anträge schnellstmöglich bearbeiten können.





 Häufig gestellte Fragen

Anträge können von gewerblichen und Sozialunternehmen, von Soloselbstständigen und von Angehörigen der Freien Berufe, einschließlich Künstler/innen mit bis zu 50 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) gestellt werden, die ihren Hauptsitz in Baden-Württemberg haben.

In Anlehnung an die KMU-Definition der EU verstehen wir als Unternehmen „jede Einheit, unabhängig von ihrer Rechtsform, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt.“ Hierzu zählen auch gemeinnützige Sozialunternehmen, sofern diese aktiv am Wirtschaftsleben teilnehmen.

Soloselbständige und Kleinstunternehmen mit unter fünf Beschäftigten sind nur insoweit antragsberechtigt, als dass sie mit ihrer selbständigen Tätigkeit das Haupteinkommen oder zumindest ein Drittel des Nettoeinkommens der selbstständigen Person erwirtschaften.

Die Unternehmen sollen bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen, u.a. für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.Ä., durch einen Zuschuss unterstützt werden.

Liquiditätsengpässe oder Umsatzeinbrüche, die bereits vor dem 11. März 2020 entstanden sind, sind daher nicht förderfähig. Zur Erklärung: Am 11. März 2020 wurde die Situation von der WHO zur Pandemie erklärt.

Die Soforthilfe erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses, ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt bis zu:

  • 9.000 Euro für drei Monate für antragsberechtigte Soloselbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,
  • 15.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
  • 30.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten

Die Obergrenze für die Höhe der Förderung entspricht dem unmittelbar infolge der Corona-Pandemie verursachten Liquiditätsengpass oder entsprechenden Umsatzeinbruch, maximal jedoch den oben genannten Förderbeträgen.

Die Anzahl der Beschäftigten ergibt sich aus der Berechnung der Vollzeitäquivalente, die anhand der Regelungen der KMU-Definition der EU erfolgt. Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten dürfen ihre Auszubildenden bei der Beschäftigtenzahl voll anrechnen.
Hilfestellung bietet das Benutzerhandbuch KMU-Definition

Aufgrund der großen Nachfrage ist nicht auszuschließen, dass das Upload-Portal für Ihren Antrag vorübergehend nicht erreichbar ist. Bitte haben Sie in diesem Fall Geduld und versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.

Keine Sorge: Alle Anträge werden schnellstmöglich bearbeitet – egal, wie früh Sie bei uns eingehen.

Sie finden Ihre Betriebsnummer auf dem aktuellen Beitragsbescheid, der Ihnen bereits postalisch zugestellt wurde oder Ihnen in den nächsten Tagen zugestellt wird. Außerdem finden Sie Ihre Beitragsnummer auch auf der Rückseite Ihrer Handwerkskarte bzw. Ihres Gewerbeausweises.


Mit dieser Excel können Sie den bestehenden und / oder erwarteten Liquiditätsengpass (Reiter 1) und die Vollzeitäquivalente (Reiter 2) berechnen.



Weitere Informationen

Anzahl der Beschäftigten

Die Anzahl der Beschäftigten ist als Vollzeitäquivalent (VZÄ) anzugeben. Das Vollzeitäquivalent gibt an, wie viele Vollzeitstellen sich rechnerisch insgesamt aus Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigen in einem Unternehmen ergeben.

Welche Beschäftigungsgruppen werden überhaupt einberechnet?

Umfasst sind Vollzeit-, Teilzeit- und Zeitarbeitskräfte sowie Saisonpersonal beispielsweise folgender Gruppen:

  • Lohn- und Gehaltsempfänger,
  • für das Unternehmen tätige Personen, die zu ihm entsandt wurden und nach nationalem Recht als Arbeitnehmer gelten (kann auch Zeit- oder sogenannte Leiharbeitskräfte einschließen),
  • Beschäftigte im Mutterschaftsurlaub
  • mitarbeitende Eigentümer/ innen,
  • Teilhabende, die eine regelmäßige Tätigkeit in dem Unternehmen ausüben und finanzielle Vorteile aus dem Unternehmen ziehen

Bei Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten sind auch umfasst:

  • Auszubildende oder in der beruflichen Ausbildung stehende Personen mit Lehr- oder Berufsausbildungsvertrag (pro Person 1 VZÄ)

Bei Unternehmen mit 11 und mehr Beschäftigten können Auszubildende angerechnet werden, müssen aber nicht.

Nicht einberechnet werden:

  • Beschäftigte im Elternurlaub
  • Beschäftigte nach § 16 e und 16 i SGB II

Folgender Berechnungsschlüssel gilt für Teilzeitkräfte:

  • Beschäftigte bis 20 Stunden = Faktor 0,5
  • bis 30 Stunden = Faktor 0,75
  • über 30 Stunden = Faktor 1
  • auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3

Die Berechnung erfolgt weitgehend anhand der Regelungen der KMU-Definition der EU. Hilfestellung bietet das Benutzerhandbuch KMU-Definition (PDF)

Bei der Berechnung der Beschäftigtenzahl sind gegebenenfalls auch die Daten von Partner- und/ oder verbundenen Unternehmen miteinzubeziehen.



Höhe des bestehenden und/ oder erwarteten Liquiditätsengpass

Liquiditätsengpass bedeutet, dass keine (ausreichende) Liquidität vorhanden ist, um beispielsweise laufende Verpflichtungen (beispielsweise Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten) zu zahlen.

Bei der Frage ist damit die Höhe der anfallenden Kosten ab 11. März 2020 anzugeben, die infolge der Auswirkungen der Corona-Pandemie ohne zusätzliche Eigen- oder Fremdmittel nicht mehr beglichen werden können. Berechnet auf drei Monate.

Der Engpass, der bis hin zu einer existenzbedrohlichen Lage führt, muss dabei unmittelbar auf die Corona-Pandemie zurückzuführen sein. Das bedeutet, unter normalen Umständen (ohne Corona-Pandemie und deren Auswirkungen) hätte sich für das Unternehmen aufgrund des aktuellen Verpflichtungen kein Liquiditätsengpass ergeben. Um dies versichern zu können, können beispielsweise Vorjahresumsätze mit aktuellen Umsätzen verglichen und probeweise berechnet werden, ob sich bei gleichen Bedingungen wie im Vorjahr kein Engpass ergeben hätte.

Falls bereits sonstige staatliche (insbesondere des Bundes) oder europäischen Hilfe beantragt wurden, sind diese gegebenenfalls in die Berechnung des Liquiditätsengpasses einzubeziehen.

Bitte beachten Sie:

Ein Verdienst- oder Einnahmeausfall alleine ist kein Liquiditätsengpass.

Liquiditätsengpass ist auch mehr als der entgangene Gewinn. Das Unternehmen muss dadurch – und alleine infolge der Auswirkungen der Corona-Pandemie – in eine für das Unternehmen existenzbedrohliche Wirtschaftslage gekommen sein, in der es laufenden Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann.

Die Höhe des Liquiditätsengpasses ist konkret zu beziffern. Anträge mit Angaben wie beispielsweise „noch nicht absehbar“ können nicht bearbeitet und somit nicht berücksichtigt werden.

Bitte bewahren Sie die zugrundeliegenden Informationen zu Ihrer Berechnung bei Ihren Antragsunterlagen bis zum Ablauf der Verjährungsfristen eines gegebenenfalls erhaltenen Bewilligungsbescheides auf. Eine möglicherweise spätere Überprüfung der Berechnung wird nicht ausgeschlossen.

Um ein Unternehmen in Schwierigkeiten handelt es sich beispielsweise, wenn ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde oder, wenn die Voraussetzungen hierfür gegeben sind. Nicht antragsberechtigt sind Unternehmen insbesondere dann, wenn das bereits vor der Corona-Pandemie (vor dem 11. März 2020) der Fall war.

Bitte beachten Sie:

Der Begriff „Unternehmen in Schwierigkeiten“ hat grundsätzlich nichts mit der Frage (Fragen unter 2. im Antrag) zu tun, ob und in welcher Höhe für das antragstellende Unternehmen eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage oder ein Liquiditätsengpass im Sinne dieser Förderung vorliegt.





Es sind noch Fragen offen geblieben?

Auf der Seite des Wirtschafts Ministeriums finden Sie ebenfalls FAQs zur Soforthilfe. Falls Sie dort ebenfalls nicht weiterkommen wenden Sie sich gerne an unsere Corona-Hotline  0731 1425-6900.

Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der hohen Nachfrage momentan ein stark erhöhtes Telefonaufkommen gibt.