Deutsche Meisterschaften im Handwerk: Nachwuchstalente im Interview

Neuer Name, altbewährter Wettbewerb. Die „Deutsche Meisterschaft im Handwerk – German Craft Skills“ (ehemals „Profis leisten was) bietet Nachwuchshandwerkerinnen und -handwerkern eine ganz besondere Bühne: In rund 130 Gewerken messen sich die frisch gebackenen Gesellinnen und Gesellen erst auf Innungs- und Kammerebene, anschließend auf Landes-, und zuletzt auf Bundesebene.

Warum bewirbst du dich bei den Deutschen Meisterschaften für Nachwuchshandwerker?

Ich liebe es, mich immer wieder herauszufordern. Im Wettkampf mit mir selbst lerne ich meine Grenzen kennen und merke, ob meine Fähigkeiten im Sinne der Selbsteinschätzung passen. Nun nochmals eine neue Herausforderung anzunehmen, bereitet mir gewisse Vorfreude auf das was noch kommt.

Bei der Deutschen Meisterschaft habe ich die Möglichkeit mich selbst erneut auf die Probe zu stellen und mein Erlerntes nach Vorgaben der Jury anzuwenden. Ebenfalls möchte ich die Chance nutzen und neue Kontakte knüpfen, da diese im Handwerk essenziell wichtig sind.

Was gefällt dir besonders an deiner Arbeit als Bodenleger?

Ich finde es immer wieder faszinierend zu sehen, was man mit den eigenen Händen und einem super Team innerhalb kürzester Zeit erschaffen kann. Dazu zählen nicht nur materielle Ergebnisse, sondern auch strahlende Augen der Kundschaft.

Würdest du dich wieder für eine Ausbildung als Raumausstatterin entscheiden?

Schon als Kind war ich sehr kreativ, saß oft an der Werkbank, habe viel gemalt und gebastelt. Nachdem ich als Jugendliche verschiedene Praktika in Bürobereichen durchlaufen habe, habe ich sehr schnell festgestellt, dass das für mich persönlich einfach nichts ist.

Zudem reizte mich die Vorstellung, am Ende des Tages zu sehen, was ich erschaffen habe. Und ich muss sagen, es ist ein tolles Gefühl. Egal ob bei Betreten eines frisch verlegten Bodens oder bei Abholung eines neu aufgepolsterten Möbelstücks – wenn sich die Kundschaft am Ende des Tages freut, freue ich mich umso mehr.

Wie geht es für dich nach der Ausbildung weiter?

Der Nächste Schritt für mich ist die Meisterschule, danach stehen mir erst einmal viele Türen offen. Mein Traum wäre es eine eigene kleine Firma zu gründen, spezialisiert auf das Polsterhandwerk, welches mich auch während der Ausbildung am meisten fasziniert hat.

Warum wolltest du Bäcker werden?
Es hat mich schon immer fasziniert, wie aus ganz einfachen Zutaten leckere Gebäcke werden können. An meinem Handwerk gefällt mir vor allem die Vielfalt und dass es in der Backstube nie langweilig wird.

Wie geht es für dich nach dem Gesellenbrief weiter?
Ich habe mich auf der Bundesakademie in Weinheim für einen Meisterkurs angemeldet.

Nach dem bestehen des Meisterkurses werde ich vermutlich bei verschiedenen Bäckereien weiter Erfahrung sammeln und dann über kurz oder lang möchte ich den Betrieb meiner Eltern übernehmen.