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InnoVET-Projekt Exzellenz Handwerk

Als eines von zwei Projekten in Baden-Württemberg und 17 in Deutschland fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Konzept ‚Exzellenz Handwerk‘ der Handwerkskammer Ulm in den nächsten vier Jahren mit bis zu 4,5 Millionen Euro im Rahmen des Wettbewerbs „Zukunft gestalten – Innovationen für eine exzellente berufliche Bildung“. Projektpartner sind elf Handwerksbetriebe aus den sechs Landkreisen im Kammergebiet und der Stadt Ulm – neben mehreren Hochschulen, Forschungsinstituten, kommunalen Trägern und der Arbeitsagentur.

Das Projekt ‚Exzellenz Handwerk‘ wird die Berufsbildung für junge Menschen noch attraktiver machen. Künftig soll sich ein junger Mensch nicht schon beim Schulabschluss endgültig für einen Bildungsweg – also entweder beruflich oder akademisch – entscheiden müssen. Mehrere Wege führen zum Ziel. Leistungsnachweise sollen künftig leichter angerechnet werden können. Ziel ist, dass sich junge Menschen entsprechend ihrer Fähigkeiten entwickeln und wachsen können. Sie sollen dabei das Beste aus der beruflichen Bildung und der akademischen Bildung für sich nutzen – und sich auch später noch für einen anderen Bildungsweg entscheiden können.

Das Innovative daran

Das Konzept steht für neuartiges Lernen: flexibel, digital und individuell – insbesondere in den Bereichen Digitalisierung, Energiewende, Wirtschaft 4.0 und Berufsbildung 4.0. ‚Exzellenz Handwerk‘ kombiniert Praxisnähe mit wissenschaftlichen Kompetenzen. Jugendliche bekommen zusätzliche Karrieremöglichkeiten durch flexible, neue Bildungswege für Studierende und Handwerker geboten. So sollen beispielsweise bereits abgelegte Prüfungen bei einem Wechsel im jeweils anderen Bildungsweg anerkannt werden. Damit schafft das Projekt verschiedene Zugänge für Karrieren im Handwerk oder eine Weiterentwicklung in akademische Laufbahnen. Auch kann im Anschluss an eine Ausbildung dann in anderthalb Jahren berufsbegleitend der neue Abschluss „Bachelor Professional“ angehängt werden, der einem akademischen Bachelor gleichwertig ist. Zudem wird der „Master Professional“ möglich. Diese Inhalte entwickeln die Projektpartner, in Abstimmung mit den Handwerksbetrieben, miteinander. Erklärtes Ziel ist es, die handwerkliche Ausbildung enger mit der akademischen Laufbahn zu verknüpfen. Gleichzeitig fördert das Projekt den Austausch zwischen Handwerk und Hochschulen und stärkt die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung.

Handwerksbetriebe profitieren

Die neue Flexibilität in den Bildungswegen ermöglicht Handwerksbetrieben die Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte für die anspruchsvollen Themen der Zukunft. Damit die Angebote auch wirklich bedarfsorientiert sind, entwickeln Handwerksbetriebe die künftigen Qualifizierungsmöglichkeiten ihrer Mitarbeiter aktiv mit. Gleichzeitig werden die Betriebe so beim Gewinnen zukünftiger Fachkräfte unterstützt. Ein Handwerksberuf wird noch attraktiver, denn der Nachwuchs fragt nach Weiterbildungsmöglichkeiten und Karrierewegen. So können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Betrieb gehalten und entwickelt werden.



Unsere Partner

Verbundpartner: School of Advanced Professional Studies der Universität Ulm und Technischen Hochschule Ulm (SAPS), Technische Hochschule Ulm (THU), Hochschule Biberach (HBC), Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik an der Leibniz Universität Hannover (HPI). Kooperationspartner: Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH), Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW), Helmholtz-Institut Ulm (HIU), Stadt Ulm, Alb-Donau-Kreis, Robert-Bosch-Schule Ulm, Gewerbliche Schule Ehingen, Agentur für Arbeit Ulm, elf Handwerksbetriebe des Elektroniker-Gewerks.

Gefördert als InnoVET-Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
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Gefördert als InnoVET-Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.