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11. Oktober 2018

Konjunktur im Handwerk zeigt sich auch weiterhin positiv

Gute Auftragslage zwischen Jagst und Bodensee führt zu einer gesteigerten Nachfrage an Fachkräften

Die Konjunktur im Gebiet der Handwerkskammer Ulm zeigt sich auch im dritten Quartal des Jahres auf einem guten Niveau. Die Betriebe bewerten ihre aktuelle Geschäftssituation sowie ihre Erwartungen für die nächsten Wochen als positiv. Über alle Gewerke hinweg betrachtet, sind 78 Prozent der Handwerksbetriebe mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden, drei Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Auch dem kommenden Quartal sehen die Betriebe zwischen Jagst und Bodensee positiv entgegen. So geht jeder dritte Befragte von einer weiteren Verbesserung der Geschäftslage aus. „Die gute Konjunktur, die sich nun bereits schon durch das ganze Jahr zieht, liegt vor allem an der kontinuierlich guten Arbeit unserer Handwerksbetriebe. Qualität schafft Vertrauen – und diese setzen die Kunden in die Betriebe in unserem Kammergebiet“, sagt Joachim Krimmer, Präsident der Handwerkskammer Ulm.

Auftragseingang und Umsatz sind gestiegen

Die bereits gute Auftragslage der Betriebe in der Region konnte im Vergleich zum dritten Quartal des Jahres 2017 um nochmals drei Prozent zulegen. 29 Prozent der Betriebe können auf volle Auftragsbücher blicken. Auch die Auftragserwartungen sind mehrheitlich positiver und zuversichtlicher als noch vor einem Jahr. Derzeit gehen 38 Prozent von einem künftigen Auftragsplus in den nächsten Wochen aus. Nur 13 Prozent rechnen mit einem Rückgang. Das macht sich auch im Umsatz bemerkbar. Dieser hat sich im vergangenen Quartal spürbar verbessert. 35 Prozent der Betriebe konnten Umsätze erhöhen. Dies wird nach Einschätzung der Betriebe in den kommenden Wochen auch so bleiben. 43 Prozent der Befragten rechnen mit einer weiteren Steigerung des Umsatzes.

Betriebe sind ausgelastet – Fachkräfte sind gefragt

Dies zeigt sich auch in den Kapazitätsauslastungen des regionalen Handwerks. Jeder zweite Betrieb ist mit 81 bis 100 ausgelastet. 20 Prozent der Betriebe im Kammergebiet arbeiten sogar über ihre Kapazitätsgrenzen hinaus. Fachkräfte bleiben also weiterhin gefragt. Um die Anfragen der Kunden bearbeiten zu können, haben 16 Prozent der Betriebe neue Arbeitsstellen geschaffen. Damit hat sich auch dieser Wert im Vergleich zum Vorjahresquartal mit zwei Prozentpunkten leicht erhöht – und soll noch weiter steigen. Mehr als 12 Prozent der Betriebe (2017: 7 Prozent) möchten in den nächsten Wochen weiteres Personal einstellen. „Die Auftragsbücher sind voll und die Kundenanfragen steigen. Dem Handwerk winkt also eine goldene Zukunft. Das sollte vor allem auch Jugendlichen einen Anreiz geben, sich eine Zukunft im Handwerk aufzubauen, die in Sachen Verdienst einer akademischen Ausbildung in nichts nachstehen muss“, sagt Joachim Krimmer, Präsident der Handwerkskammer Ulm.

 

 

 

 

Auch im dritten Quartal des Jahres ist die Auftragslage in den Betrieben weiter gestiegen.

Grafik: Handwerkskammer Ulm