Vom Hobby zum Traumberuf, aus der Bodenseeheimat in die Welt

Neue, motivierte Auszubildende für ein Unternehmen zu gewinnen, kann eine echte Herausforderung sein. Umso wichtiger ist es, Jugendlichen bereits früh auf ihrem Weg der Berufsorientierung zu begegnen, um sie praktisch auf den Berufsalltag vorbereiten zu können.

Das Projekt „Bildungspartnerschaften“ bietet die Möglichkeit der praktischen Berufsorientierung im Rahmen des Schulalltags. Eine Bildungspartnerschaft ist eine langfristig ausgelegte Kooperation zwischen einem Betrieb und einer allgemeinbildenden Schule. Bei gemeinsamen Projekten können Schülerinnen und Schüler praktische Erfahrungen machen und werden im Übergang von Schule in Beruf von erfahrenen Betriebsinhabern unterstützt. Persönliche Stärken werden ausgebaut und die Ausbildungsreife wird gefördert. Auch Unternehmen profitieren von der Zusammenarbeit, denn sie lernen potenzielle Auszubildende bereits früh kennen und können diese auf ihrem Weg unterstützen. Zusätzlich haben sie die Möglichkeit, ihren Betrieb als offenes, engagiertes und motiviertes Unternehmen darzustellen und sich so deutlich von der Konkurrenz abheben.

Am 11. März wurde eine Bildungspartnerschaft zwischen der Realschule Ailingen und der Segelmanufactur Tettnang unterzeichnet. Felix Ertel, Inhaber der Segelmanufactur Tettnang, hat den Betrieb einige Jahre nach dem erfolgreichen Ausbildungsabschluss übernommen und wurde durch ein Hobby auf seinen Traumberuf Segelmacher aufmerksam. Die Segelmanufactur Tettnang fertigt selbst neue Segel, aber auch die Reparatur und Wartung bestehender Segel ist Bestandteil der täglichen Arbeit.

Sowohl die Realschule Ailingen, als auch die Segelmanufactur Tettnang profitieren von der neu geschlossenen Bildungspartnerschaft, da die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in einen seltenen Handwerksberuf erhalten, der nicht in vielen Regionen vertreten ist. Herr Ertel kann den Bekanntheitsgrad des Segelmachers erhöhen und im Idealfall bereits seinen künftigen Auszubildenden kennenlernen.

Sollten auch Sie an einer Bildungspartnerschaft interessiert sein, wenden Sie sich gerne an Ihre zuständige Ansprechpartnerin:

Landkreise Heidenheim, Ostalbkreis und Alb-Donau-Kreis: Nuray Glock

Landkreise Biberach, Ravensburg, Bodenseekreis, Stadt Ulm: Jennifer Kwittung



Telefon 0731 1425-8201
beratung@hwk-ulm.de