Browserwarning
11. März 2021

Handwerksbetriebe rüsten sich in Sachen Personal für die Zeit nach der Krise

Corona wirkt sich kaum auf die Beschäftigung im regionalen Handwerk aus – Betriebe im Gebiet der Handwerkskammer Ulm wollen Mitarbeiter finden und binden

Die Pandemie hat auf die Beschäftigung in den Handwerksbetrieben zwischen Ostalb und Bodensee wenig Auswirkungen. Das belegt eine Blitzumfrage der Handwerkskammer Ulm unter ihren Mitgliedsbetrieben: Demnach wollen vier von fünf regionalen Handwerksbetrieben ihre Betriebsgröße beibehalten und somit ihr Personal halten. Weitere rund 10 Prozent der befragten Betriebe wollen zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Das regionale Handwerk zeigt sich weiterhin als treuer und krisensicherer Arbeitgeber. Die Betriebsinhaber nehmen das Angebot der Personalberatung der Handwerkskammer Ulm zunehmend an. Für den wirtschaftlichen Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit ihres Handwerksbetriebes brauchen sie gutes Fachpersonal und wollen diese Menschen auch langfristig an den Betrieb binden. Denn es sind die Fachkräfte, die die Aufträge der Kunden abarbeiten. Immer mehr Handwerksbetriebe zwischen Ostalb und Bodensee gehen das Thema Personal strategisch an und rüsten sich jetzt für die Zeit nach der Krise, wenn es wieder einen Fachkräftebedarf geben wird.

Im Jahr 2020 haben die Handwerksbetriebe in der Region Beratungen zu Personalthemen nachgefragt wie Fachkräfte finden, Personalmarketing oder Mitarbeiterbindung – trotz Corona und den Einschränkungen für Beratungen vor Ort. Bei etwa zwei Drittel der Beratungen liegt der Schwerpunkt auf der Fachkräftegewinnung. Zudem erkundigen sich viele Handwerksbetriebe nach Instrumenten, wie sie ihre Mitarbeiter an den Betrieb binden können. In kleineren Betrieben ist der Bedarf nach Unterstützung größer: knapp die Hälfte aller Beratungen findet in Betrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern statt. Die andere Hälfte teilen sich Betriebe mit zwischen zehn und zwanzig Beschäftigten sowie größere Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern. Ein Großteil der Beratungen findet in den Bereichen Bau und Ausbau sowie Elektro statt, aber auch in den Gesundheitsgewerken sowie im Holz- und Metallbereich holen sich Handwerksbetriebsinhaber Anregungen. 22 Prozent aller Personalberatungen fallen auf den Landkreis Ravensburg, 9 Prozent auf den Landkreis Biberach, 22 Prozent auf den Alb-Donau-Kreis, 18 Prozent auf den Ostalbkreis, 12 Prozent auf den Bodenseekreis, 3 Prozent auf den Landkreis Heidenheim und 14 Prozent auf den Stadtkreis Ulm.

Die Beratungen werden gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg im Rahmen der Zukunftsinitiative „Handwerk 2025”. Handwerksbetriebe, die sich beraten lassen möchten, wenden sich gerne an die Personalberaterinnen der Handwerkskammer Ulm: Alexandra Natter, Tel: 0731 -1425-6389, E-Mail: a.natter@hwk-ulm.de und Judith Oldenkott, Tel: 0731 -1425-8206, E-Mail: j.oldenkott@hwk-ulm.de