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21. Juli 2020

Schüler sind Chef eines Handwerksbetriebs

Sieger des Schülerwettbewerbs MeisterPower aus dem Gebiet der Handwerkskammer Ulm gekürt – Hans Multscher Gymnasium Leutkirch und Carl-Laemmle-Gymnasium Laupheim ausgezeichnet

Der landesweite Schülerwettbewerb MeisterPower ist im Schuljahr 2019/2020 in die zweite Runde gegangen. Insgesamt haben sich 570 Teams aus verschiedenen Schulen in ganz Baden-Württemberg beteiligt. Erfreulich: Allein aus dem Gebiet der Handwerkskammer Ulm haben 287 Teams mit insgesamt 307 Schülerinnen und Schülern am Online-Wettbewerb mitgemacht. Ausgezeichnet worden sind das Hans Multscher Gymnasium in Leutkirch, das Carl-Laemmle-Gymnasium in Laupheim und die Realschule Ailingen. „Für uns ist das ein toller Erfolg. Dieses Lernangebot trägt dazu dabei, die Berufsorientierung zwischen dem Handwerk und den Gymnasien weiter zu stärken. Der Online-Wettbewerb gibt Jugendlichen einen realitätsnahen Einblick in Tätigkeiten von Handwerksberufen“, sagt Fachlehrer Albrecht Krämer vom Hans Multscher Gymnasium in Leutkirch. Und sein Kollege Georg Arnold vom Carl-Laemmle-Gymnasium in Laupheim ergänzt: „Wir freuen uns natürlich sehr zu den Siegern in diesem Wettbewerb zu gehören. Die Simulation ermöglicht den Schülerinnen und Schülern, selbst unternehmerische Entscheidungen zu treffen und damit ihr Wissen über die Welt der Unternehmen zu erweitern.“

Im Planspiel MeisterPower schlüpfen Schülerinnen und Schüler in die Rolle der Chefin oder des Chefs eines virtuellen Handwerksbetriebs. Sie entscheiden, kalkulieren Angebote, planen Ressourcen, Material und Werkzeug sowie Auftragsarbeit und müssen gleichzeitig den Überblick über die Finanzen behalten. Die Jugendlichen treffen unternehmerische Entscheidungen. Dabei stehen sie vor der Herausforderung, innerhalb von drei Monaten ein möglichst gutes Betriebsergebnis zu erreichen. Im Wettbewerb können die Schülerinnen und Schüler sich selbst, ihre Nervenstärke, ihr Organisationstalent und ihre Vertriebskünste testen. Dadurch lernen sie ihre Fähigkeiten besser kennen und finden heraus, welcher Beruf zu ihnen passen könnte. Durch diese erste Berufsorientierung werden den Jugendlichen spielend wirtschaftliche Zusammenhänge nähergebracht und sie lernen, wie Handwerksbetriebe arbeiten und was Betriebsführung bedeutet. Mit Hilfe der Lernsoftware können die Schüler in diversen Szenarien ihr unternehmerisches Können üben. Inhalts- und prozessbezogen werden Kompetenzen aus dem Bildungsplan des Faches Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung (WBS) vermittelt. Im Gebiet der Handwerkskammer Ulm nutzen mehr als 30 Klassen regelmäßig dieses Lernangebot.

Der Wettbewerb richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller allgemeinbildenden Schulen der Klassenstufen sieben bis elf. Gewonnen haben im Niveau 1 (Klassen sieben bis neun) das Team Tom vom Hans Multscher Gymnasium Leutkirch und im Niveau 2 (Klassen zehn und elf) das Team Jonas vom Carl-Laemmle-Gymnasium Laupheim. Die Sieger bekommen Urkunden und Sachpreise im Gesamtwert von 6.000 Euro.

Interessierte Jugendliche, die eine Ausbildung in einem Handwerksbetrieb machen möchten, können sich jetzt noch um einen Ausbildungsplatz in der Region bewerben. Ob abgebrochenes Studium, direkt von der Schule oder nach einer Orientierungsphase – die Gelegenheit ist gerade günstig und die Startbedingungen sind gut. Denn: im Gebiet der Handwerkskammer Ulm sind in diesem Jahr noch fast 1.000 Lehrstellen von der Ostalb bis zum Bodensee unbesetzt. Momentan können sich junge Menschen praktisch in jeder Region noch nahezu jeden Berufswunsch erfüllen.