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8. Dezember 2017

Die besten Handwerksgesellen Deutschlands

Neun der erfolgreichsten deutschen Handwerksgesellen kommen aus dem Ulmer Kammergebiet


 

Der Handwerkernachwuchs aus dem Ulmer Kammerbezirk ist Spitzenklasse. Beim 66. Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks gingen neun Bewerberinnen und Bewerber aus dem Gebiet der Handwerkskammer Ulm als Sieger hervor. Die Handwerkskammer Ulm ist mit ihren Preisträgern somit gleich auf mit dem Münchener Handwerk und brachte im bundesweiten Vergleich die meisten Sieger beim Bundeswettbewerb hervor.

Joachim Krimmer, Präsident der Handwerkskammer Ulm, freute sich über dieses Spitzenergebnis: „Ein Bundessieg beim Leistungswettbewerb ist die Krönung einer jeden Ausbildung. Die Vielzahl an Siegern in unserer Region beweist, wie leistungsfähig und erstklassig unsere Azubis sind und wie gut in unseren heimischen Betrieben ausgebildet wird. Ich gratuliere den Siegern und den Ausbildungsbetrieben herzlich zu ihren hervorragenden Leistungen“, so Joachim Krimmer. Mit dem Sieg hätten die Junghandwerker eine erste große Herausforderung ihres Fachs gemeistert und die besten Voraussetzung für den Meister oder eine Technikerausbildung. Neben den ausgezeichneten Preisträgern können, laut Krimmer, auch die Ausbildungsbetriebe besonders stolz sein. „Die Ausbildungsbetriebe machen die jungen Handwerker während der Lehre zu hochkarätigen Fachleuten“, so Krimmer.

Hauptgeschäftsführer Dr. Tobias Mehlich betont, dass die Qualität und die enorme Bandbreite der Leistungen eindrucksvoll belege, welch hohes Leistungsniveau in der betrieblichen Ausbildung in den Handwerksbetrieben der Region vermittelt werde. „Mit ihrem Können und Tatendrang sind diese jungen Menschen Vorbilder für den handwerklichen Nachwuchs zwischen Jagst und Bodensee. Und diese Qualität kommt jetzt den Kunden unseres Handwerks zugute. In unserer Region können Kunden jetzt sagen: Hier wirst Du vom Deutschen Meister betreut.”, betonte Mehlich.

An den bundesweiten Ausscheidungswettbewerben beteiligen sich jährlich mehrere Tausend Gesellinnen und Gesellen. In diesem Jahr gab es rund 3.000 Bewerbungen in den 53 Handwerkskammern Deutschlands. Der Wettbewerb wird auf drei Ebene ausgetragen. Der erste Schritt ist der Kammerwettbewerb, zweiter die Landesebene und die Krönung stellt der Bundeswettbewerb dar. In rund 100 Wettbewerbsberufen (inklusive Fachrichtungen) konnten sich 258 Bewerber über die besondere Auszeichnung der ersten drei Plätze freuen. Bundesweit gab es 113 Erstplatzierte, 85 Landessieger belegten den zweiten Platz und 60 Teilnehmer belegten Platz 3.

Bayern war in diesem Jahr mit 24 ersten Bundessiegern das erfolgreichste Bundesland, gefolgt von Baden-Württemberg mit 23 ersten Bundessiegern. Positiv wird der Anstieg der Anzahl weiblicher Bundes- oder Landessiegerinnen gewertet. Dieser betrug 37,3 Prozent. Der Wettbewerb „Die gute Form im Handwerk – Handwerker gestalten “ wurde in diesem Jahr in 25 Wettbewerbsberufen ausgetragen. Auf Landesebene (Baden-Württemberg) erhielt Metallbauer Jakob Sander aus Meckenbeuren im Bodenseekreis eine Auszeichnung. Der Wettbewerb hat zum Ziel, dass bereits in der Ausbildung gestalterische Phantasie und Ästhetik nachhaltig gefördert wird. Durch diesen Wettbewerb wird verdeutlicht, welch hohe Bedeutung die Formgebung und individuelle Gestaltung in verschiedenen Handwerksberufen hat. Das ist besonders für Jugendliche attraktiv, weil sie in diesem Wettbewerb viel Kreativität entfalten können. In den ersten drei Siegerkategorien wurden 25 Teilnehmer ermittelt.

1. Bundessiegern aus dem Ulmer Kammergebiet (Ausbildungsbetrieb und Landkreis in Klammern):

Niklas Berroth, Beton- und Stahlbetonbauer (Hans Ebert, Bauunternehmung   Transportbeton GmbH, Abtsgmünd, Ostalbkreis),  Janis Vincent Gentner, Fliesen-,Platten- und Mosaikleger (Fliesen Abele GmbH & Co. KG, Aalen, Ostalbkreis) , Jakob Gross, Elektroniker, Fachrichtung: Informations- und  Telekommunikationstechnik (Reif GmbH Innovative Sicherheitssysteme, Heroldstatt, Alb-Donau Kreis), Hristijan Lazarov, Ofen- und Luftheizungsbauer (Xeller GmbH, Biberach, Landkreis Biberach), Niclas Ness, Straßenbauer, (Oelhaf GmbH, Aichstetten, Landkreis Ravensburg),  Julian Schmidt, Technischer Modellbauer, Fachrichtung Gießerei, (Schmidt Modellbau GmbH, Friedrichshafen, Bodenseekreis),  Milena Schmoller, Geigenbauerin, (Einzelunternehmung Uwe Lüdtke, Herbrechtingen, Landkreis Heidenheim), Pia Zengerle, Kerzenhersteller und Wachsbildner, (Zengerle Georg GmbH, Grünkraut, Landkreis Ravensburg), Michael Zitzmann, Oberflächenbeschichter (Einzelunternehmung Daniel Proba, Heuchlingen, Ostalbkreis)

2. Bundessieger/-in aus dem Ulmer Kammergebiet:

David de Temple, Büchsenmacher, (Blaser Jagdwaffen GmbH, Isny, Landkreis Ravensburg), Philipp Reffler Zupfinstrumentenmacher, (Einzelunternehmung Andreas Dill, Weingarten, Landkreis Ravensburg), Jakob Sander, Metallbauer, Fachrichtung Metallgestaltung, (Einzelunternehmung Andreas Hafen, Meckenbeuren, Bodenseekreis), Kevin Zeman, Klempner, (Einzelunternehmung Helmut Zeman, Mutlangen, Ostalbkreis)

Ausrichter des Wettbewerbs

Ausrichter des diesjährigen Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks (PLW – Profis leisten was) und des Wettbewerbs „Die gute Form im Handwerk – Handwerker gestalten“ waren der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und die Stiftung für Begabtenförderung im Handwerk (SBB). Dabei wurden sie vom Bundeswirtschaftsministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt.

Impressionen zur Bundesfeier ansehen

Bild: Anne-Marie Descôtes, die französische Botschafterin in Deutschland überreichte gemeinsam mit ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer den I. Bundessiegern die von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier unterzeichneten Urkunden. Hier an Niclas Ness, dem Bundessieger im Bereich Straßenbau. (© ZDH/ Bildschön)

8. Dezember 2017