Konzept für weiterentwickelte handwerkliche Bildung überzeugt

Handwerkskammer Ulm erhält Zuschlag für ihr InnoVET-Konzept und finanzielle Förderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Die Handwerkskammer Ulm hat mit ihrem Konzept „Innovative Exzellenzqualifikation Handwerk DQR 4-7“ beim Innovationswettbewerb „Zukunft gestalten – Innovationen für eine exzellente berufliche Bildung“ (kurz InnoVET) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) überzeugt. Die Konzeptphase für die nächsten sechs Monate wurde bewilligt. Das Konzept verfolgt das Ziel, attraktive berufliche Bildungswege für junge Leute neben akademischen Abschlüssen zu schaffen. So soll die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung gestärkt werden. „Mit der Förderung könnten unsere Handwerksberufe in hohen Qualifikationsstufen wie dem Meister gestärkt und klassische Berufsgrenzen überschritten werden. Wir schaffen neue, moderne Qualifikations- und Bildungsprofile, die auch den steigenden Anforderungen der Kunden gerecht werden“, sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm.

Das Konzept der Handwerkskammer Ulm umfasst die Bereiche Digitalisierung, Energiewende, Wirtschaft 4.0 und Berufsbildung 4.0. Es beinhaltet zum Beispiel Smart Home oder virtuelles Lernen. „Unsere Betriebe brauchen vernetzt denkende, ausgebildete Fachkräfte. Die Jugendlichen erwarten Karrieremöglichkeiten wenn sie einen Handwerksberuf ergreifen. Zu Recht. Wenn wir hier zusammen pfiffig sind und gute Arbeit machen, kann das die deutschen Bildungsstrukturen nachhaltig verändern. Wir werden stolz sein, wenn wir mit der Förderung des BMBF von Ulm aus diesen zentralen und innovativen Beitrag für eine höhere berufliche Bildung leisten können“, betont Mehlich.

Im Ulmer Förderantrag kooperiert unter der Führung der Handwerkskammer Ulm ein breites regionales Bündnis mit den Partnern School of Advanced Professional Studies (SAPS), Technische Hochschule Ulm, Robert-Bosch-Schule Ulm, Häckel GmbH und Co. Elektro KG, Elektro Hofmann GmbH, Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), Helmholtz-Institut Ulm (HIU), Stadt Ulm, Agentur für Arbeit Ulm und dem Landratsamt Alb-Donau-Kreis. Die Handwerkskammer Ulm und andere ausgewählte Projekte in Deutschland nutzen bis Februar 2020 die Zeit, um ihre Ideen zu einem umfassenden Förderantrag auszuarbeiten und diese einzureichen. Die Jury wählt dann die überzeugendsten Konzepte aus, die mit Förderung vom BMBF von 2020 bis 2024 umgesetzt und erprobt werden.

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