Browserwarning
1. Oktober 2019

Besuch beim ersten Bierkastenautomaten Deutschlands

Handwerkskammer Ulm zu Gast bei der Aalener Löwenbrauerei.

Einmal im Monat sind Vertreter der Handwerkskammer Ulm zu Gast bei einem Handwerksbetrieb. Beim Besuch von Präsident Joachim Krimmer und dem stellvertretenden Hauptgeschäftsführer Rolf Schäfer in der Aalener Löwenbrauerei zeigte Braumeister Albrecht Barth den Besuchern, wie man mit viel Herzblut, Engagement und Ideenreichtum im Handwerk erfolgreich sein kann. Barth hat rund zwei Millionen Euro in eine neue Abfüllanlage investiert. Diese nutzt er nicht alleine, sondern zusammen mit anderen Kleinbrauern aus der Umgebung. „Das ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, erklärt der Betriebschef der 1668 gegründeten Brauerei. „Mit unserem Know How und unserer Abfüllanlage können wir auch andere Biermanufakturen unterstützen. Damit haben wir unser Geschäftsfeld erweitert und die regionalen Kollegen profitieren auch“, so Barth. Krimmer bringt es auf den Punkt: „Etwas hochgestochen würde man sagen: Sie haben ein ‚Cluster‘ gebildet. Für uns Handwerker spielt das keine Rolle. Wir denken nach und arbeiten dann so zusammen, dass wir alle etwas davon haben. Und am Ende profitiert der Kunde.“

Einfallsreich zu neuen Geschäftsfeldern

Barth hat 1994 seinen Meister gemacht hat. Ein Jahr später ist er in die Brauerei mit eingestiegen. Heute versorgt er mit seiner Familie, seinen fünf Mitarbeitern und einem Auszubildenden die Region mit mehr als 4.000 Hektolitern Bier pro Jahr. Im Gegensatz zu den Branchenriesen ist das ein kleiner Anteil. Aber der Brauer ist einfallsreich. Wenn im Betrieb etwas anfällt, wird es möglichst eigenhändig gelöst. „Wenn wir in unserer Brauerei etwas erneuern müssen, machen wir das meistens selbst. Über die Jahre habe ich so ziemlich jede Leitung und jede Schraube in meinem Betrieb kennengelernt“, berichtet er mit einem Schmunzeln. Geschick und Einfallsreichtum hat er wohl von seinem Vater geerbt. „Durch die Idee meines Vaters sind wir heute in ganz Deutschland bis nach Irland und Spanien bekannt“, erzählt Barth stolz. Vor dem Eingang zum Sudhaus steht der erste Bierkastenautomat Deutschlands – gegründet im Jahr 1972. Barth setzt diese Tradition fort und hat einen neuen Automaten aufgestellt, der sich bei der Bevölkerung großer Beliebtheit erfreut. „So ist die Bierversorgung auch nachts und am Wochenende gesichert“, spricht der Geschäftsmann aus ihm.

}