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30. April 2020

Handwerksberufe für Frauen interessant

Mentorinnen coachen Mädchen – Bildungspartnerschaften mit Schulen abgeschlossen

Seit einem Jahr läuft das Projekt „Frauen im Handwerk“ in Baden-Württemberg, das Frauen konkrete Unterstützung bietet. Die Handwerkskammer Ulm gehört zur Pilotregion. So gibt es etwa ein Mentorinnen-Netzwerk, das weibliche Auszubildende im Handwerk mit erfahrenen Handwerkerinnen vernetzt und Frauen insbesondere in von Männern dominierten Bereichen wie dem gewerblich-technischen Handwerk unterstützt. Die Handwerkskammer Ulm begleitet acht junge Handwerkerinnen über einen Zeitraum von rund sechs Monaten, beispielsweise in den Berufen Steinmetzin, Zimmerin oder Feinwerkmechanikerin. Die Mentorinnen beraten die Auszubildenden in Einzelgesprächen und geben ihnen Hilfestellungen.

Aktuell sind über 20 Prozent der Auszubildenden im Gebiet der Handwerkskammer Ulm weiblich. Von den rund 19.500 Handwerksbetrieben im Kammergebiet sind etwa 3.500 weiblich geführt. Eine davon ist Katja Maier, Vizepräsidentin der Handwerkskammer Ulm: „Das Handwerk bietet tolle Karrierechancen – für Männer und Frauen. Manches können Männer besser, manches Frauen. So können wir voneinander profitieren“, so Maier.

Im Rahmen des Projekts hat das Kepler-Gymnasium Ulm im vergangenen Jahr eine Bildungspartnerschaft mit der Steinmetzwerkstatt Lambert abgeschlossen. Die Schülerinnen und Schüler lernen bei dieser gemeinsamen Initiative zur Berufsorientierung das Steinmetzhandwerk kennen. Im Ulmer Kammergebiet gibt es insgesamt 560 solcher Bildungspartnerschaften mit Handwerksbetrieben: Im Ostalbkreis sind bereits 151 Betriebe eine Bildungspartnerschaft mit Schulen eingegangen, im Landkreis Ravensburg haben 137 Betriebe eine Partnerschaft mit Schulen abgeschlossen. Im Alb-Donau-Kreis sind es aktuell 90, im Landkreis Biberach 88, im Landkreis Heidenheim 55, im Bodenseekreis 22 und im Stadtkreis Ulm 17 Betriebe. „Es ist toll, dass es Projekte wie dieses gibt. Es ist unsere Aufgabe jungen Menschen die Vielfalt unserer Handwerksberufe und die damit verbundenen Chancen näher zu bringen“, sagt Sylke Lambert, Steinmetz- und Steinbildhauermeisterin aus Ulm.