Zur richtigen Zeit am richtigen Ort? Serie “Mitarbeiter? Find ich, halt ich!” – Folge 5

Folge 5: Unzufriedenheit im Betrieb – Das muss nicht sein!

Von Unzufriedenheit im Betrieb war bestimmt jeder schon einmal betroffen. Auslöser hierfür gibt es viele, wie zum Beispiel ein hohes Arbeitspensum oder schlechte Stimmung im Team. Da sich an den Tatsachen an sich häufig wenig ändern lässt, so sind es doch die Rahmenbedingungen, die Gestaltungsspielraum zulassen.

Reden, reden, reden
Wichtig ist, sich mit den Mitarbeitern regelmäßig auszutauschen. Dabei sollte es nicht nur um die Tagesplanung gehen, sondern auch darum, ein Stimmungsbild des Mitarbeiters zu erhalten, um bei Bedarf sofort gegenwirken zu können. „Wo drückt der Schuh“, „was kann ich für Sie tun“ sind dabei beispielhafte Fragen, die echtes Interesse am Mitarbeiter signalisieren und die aufkommende Unzufriedenheit möglicherweise zu Beginn gleich mildern können.

Arbeit organisieren – Gewusst wie
Zu viel Arbeit kann definitiv zu Unzufriedenheit führen. Allerdings trägt auch das Gegenteil zu einer gedrückten Stimmung im Betrieb bei. Die Führungskräfte sollten also darauf achten, dass die Mitarbeiter entsprechend der gesetzlichen Arbeitszeitregelungen eingesetzt werden und dabei auch die Möglichkeit haben, ihre Ideen einzubringen. Sollte über das Jahr verteilt Mehrarbeit anfallen, bietet sich ein Arbeitszeitkonto an, auf dem Mitarbeiter ihre Plusstunden gutschreiben können. Diese können dann wiederum in Monaten mit weniger Arbeit bei einer gleichbleibenden Gehaltszahlung abgebaut werden.

Für Teamzusammenhalt sorgen
„Zusammen ist man weniger allein“. Wie dieses Zitat verdeutlicht, sind es häufig die Kollegen, die auch unliebsame Arbeit erträglich machen. Wichtig ist, dass Handwerksunternehmen ein Auge auf diesen Teamzusammenhalt haben. Sobald sie feststellen, dass die Stimmung kippt, sollte schnellstmöglich gegengesteuert werden, zum Beispiel in Form eines gemeinsamen Teamworkshops. Dieser kann unterschiedlich gestaltet werden, wobei es empfehlenswert ist, sich am Ende auf gemeinsame Teamregeln zu verständigen. Allerdings darf auch der Spaß nicht zu kurz kommen, weshalb sich hierfür ein anderer Ort als der Betrieb anbietet. Ob Tagungshotel oder ein Ausflug ins Grüne – der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Es gilt, auch die Mitarbeiter einzubinden und deren Präferenzen abzufragen.

Information und Kommunikation
Ein Dauerbrenner in der Personalarbeit, der an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben sollte. Denn vielfach sind es ebenso fehlende Informationen gepaart mit einer unzureichenden Kommunikation, die Unzufriedenheit schüren. Betriebe sollten daher alle Möglichkeiten nutzen, um die Belegschaft auf dem aktuellen Stand zu halten. Das kann die gemeinsame Morgenrunde sein, aber auch ein schwarzes Brett, eine Pinnwand oder Ähnliches im Aufenthaltsraum, die Informationen zu Projekten oder zur Urlaubsplanung enthält. Ebenfalls erleichtern Mobiltelefone die gegenseitige Kommunikation, die dem Mitarbeiter auch zur privaten Nutzung überlassen werden können. Dadurch kann im Ergebnis der Kommunikationsfluss erhöht und dem Mitarbeiter Wertschätzung entgegengebracht werden.

Einfach machen
Wie die Beispiele verdeutlichen, gibt es kein Pauschalrezept, um die Zufriedenheit im Betrieb zu steigern. Wichtig ist, sich als Unternehmer dem Thema anzunehmen, echtes Interesse an den Mitarbeitern zu zeigen und dabei gleichzeitig authentisch zu bleiben. Denn häufig sind es die kleinen Dinge, die am Ende viel ausmachen.

Weitere Informationen zum Thema Personal gibt es unter: www.personal.handwerk2025.de.

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