Handwerk schafft Zukunft

Ausbildung im Handwerk als solide Basis für ein erfolgreiches Berufsleben.

Eine Ausbildung im Handwerk bietet hervorragende Zukunftsperspektiven. Die Konjunktur produziert immer neue Höchststände, das Handwerk ist stark gefragt. In den nächsten fünf Jahren stehen mehr als 2.500 Betriebe zur Übernahme. Die Auszubildenden von heute sind also die Fachkräfte und Betriebsinhaber von morgen. Dass dies seit vier Jahren wieder mehr Schülerinnen und Schüler für sich erkannt haben, zeigen die zum wiederholten Mal steigenden Ausbildungszahlen im Kammergebiet der Handwerkskammer Ulm. So haben sich im vergangenen Jahr 3.075 Jugendliche (ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr) für eine Ausbildung im Handwerk entschieden.

„Und das haben sie richtig gemacht. Denn eine Ausbildung im Handwerk ist die Grundlage für vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten, stellt eine solide Basis für ein erfolgreiches Berufsleben dar und ist der erste Schritt in die Selbstständigkeit“, weiß Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm zu berichten. Denn mit Ende der klassischen Berufsausbildung muss das Ziel noch lange nicht erreicht sein. Neben fachlichen Spezialisierungen im jeweiligen Gewerk haben die Gesellen auch die Möglichkeit, sich zum Meister oder Betriebswirt weiterzubilden. Auch auf ein anschließendes Studium muss nicht verzichtet werden, denn eine erfolgreich abgelegte Meisterprüfung berechtigt auch zum Besuch einer Hochschule.

Welchen hohen Stellenwert die Ausbildung im Handwerk gerade hinsichtlich der Fachkräftesicherung einnimmt, betonen auch Bundespräsident Frank Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender. Im Rahmen der „Woche der beruflichen Bildung“ (16. bis 20. April) werden sie sich auch mit dem Handwerk und seinem Beitrag zur Zukunftssicherung unserer Wirtschaft befassen.

„Das Handwerk bietet eine zukunftsfähige Perspektive. Der Fachkräftebedarf wird uns auch weiterhin begleiten. Da werden gut ausgebildete Handwerkerinnen und Handwerker gefragt sein“, so Dr. Mehlich weiter. Dies belegt auch die Statistik. So ist die Erwerbslosenquote seit dem Jahr 2011 unter Akademikern höher als unter beruflich Qualifizierten. Dieses Wissen führt dazu, dass sich auch immer mehr Abiturienten aktiv für eine Ausbildung im Handwerk entscheiden. Im Jahr 2017 waren das bereits 14,2 Prozent aller Auszubildenden.

Wer noch keinen Ausbildungsplatz für 2018 gefunden hat oder für sich noch nicht entschieden hat, in welche Richtung es gehen soll, den unterstützt die Handwerkskammer Ulm gerne bei der Berufsorientierung. „Wir raten jungen Leuten aber auch immer, einfach mal auf die Betriebe zuzugehen und nach einem Praktikum zu fragen. Das ist immer noch der beste Weg, um für sich selbst herauszufinden, ob ein Beruf zu einem passt“, rät Dr. Tobias Mehlich.

Ausbildungszahlen zum Ende 2017 für die Regionen:

  • Ostalbkreis: 619 neue Lehrverträge Ende 2017
    Abiturquote: 10,8 Prozent
  • Landkreis Heidenheim: 201 neue Lehrverträge Ende 2017
    Abiturquote: 10,5 Prozent
  • Stadtgebiet Ulm: 338 neue Lehrverträge Ende 2017
    Abiturquote: 14,2 Prozent
  • Alb-Donau Kreis: 417 neue Lehrverträge Ende 2017
    Abiturquote: 12,0 Prozent
  • Landkreis Biberach: 423 neue Lehrverträge Ende 2017
    Abiturquote: 19,9 Prozent
  • Landkreis Ravensburg: 718 neue Lehrverträge Ende 2017
    Abiturquote: 14,2 Prozent
  • Bodenseekreis: 358 neue Lehrverträge Ende 2017
    Abiturquote: 18,2 Prozent

 

 

Immer mehr Schülerinnen und Schüler entscheiden sich für die zukunftsfähige berufliche Bildung im Handwerk (Foto:www.amh-online.de).

 



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