Digitaler, als man denkt

Das Handwerk geht auf eine jahrhundertealte Geschichte und Tradition zurück – doch die Zukunft ist auch im Handwerk digital. Müssen wir uns also ernsthaft Sorgen machen? Bricht jetzt im Handwerk Panik aus? Nein. Auch in vielen Handwerksbetrieben sind jetzt schon digitale Prozesse Standard. Unsere Betriebe arbeiten zunehmend mit neuen Technologien und Medien und nutzen digitale Anwendungen. In unserer Region stehen die Betriebe der Digitalisierung mehrheitlich offen gegenüber und treiben sie voran – und zwar aktiv. Hat jetzt auch eine Studie belegt. Beispiele gefällig? CAD-Planung, 3D-Visualisierung oder der Einsatz von Drohnen – die Liste eingesetzter digitaler Lösungen ließe sich beliebig lange fortsetzen. Und das bestärkt mich in meiner Überzeugung: Wir Handwerker sind und arbeiten digitaler, als man denkt. Digitale Lösungen sind vielerorts schon im Betriebsalltag angekommen und dort auch nicht mehr wegzudenken. Dadurch bieten sich uns viele Chancen und Möglichkeiten. Das wissen wir Handwerkerinnen und Handwerker und nutzen das zu unserem Vorteil. Aber: Je jünger ein Betriebsinhaber ist, desto mehr läuft digital. Auch das zeigen die Ergebnisse des Forschungsprojekts ‚Digitalisierungsbarometer‘. Befragt wurden dafür Betriebsinhaber der Bau- und Ausbauhandwerke nach ihrer Arbeit im Betrieb, ihren Vermarktungswegen und ihrer Kommunikation mit Kunden. Und noch ein Ergebnis der Studie ist spannend: Je größer ein Betrieb ist, desto höher liegt auch der Digitalisierungsgrad. Wir Handwerksbetriebe arbeiten also schon digitaler, als man denkt, haben aber auch noch viel Luft nach oben. Machen wir uns also – erneut – bewusst, dass digitale Veränderungen im Handwerk grundlegend notwendig sind und legen los.

Dieser Kommentar ist erschienen in der DHZ-Ausgabe 22.

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