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Kooperative Berufsorientierung der Handwerkskammer Ulm 7. Mai 2018

Kooperative Berufsorientierung (KooBO)

Kooperative Berufsorientierung der Handwerkskammer Ulm

Schüler mit geistigem Förderbedarf erhalten Einblicke in die Berufswelt.

„Welchen beruflichen Weg möchte ich einschlagen und welche Karrieremöglichkeiten bieten sich mir?“ – klassische Fragen, die sich junge Menschen im Zuge ihrer Berufswahl stellen. Aktuell organisiert die Handwerkskammer Ulm eine Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit der Kißlegger Albert-Schweitzer-Schule für junge Menschen mit geistigem Förderbedarf. Im Rahmen dieser „Kooperativen Berufsorientierung“ blicken Schüler hinter die Kulissen der Arbeitswelt. So erfahren sie, welche Anforderungen ein Ausbildungsplatz im Handwerk an sie stellt. Aufgabe der Jugendlichen ist es, „Relax-Bänke“ aus Holz und Metall für den eigenen Schulgarten zu bauen. Dafür erhalten sie Unterstützung durch die Fachschule für Metalltechnik am Beruflichen Schulzentrum Wangen. Die dortigen Schüler übernahmen im Vorfeld die Planung der Bänke.

Berufsorientierung als wichtige Stütze

Nach einem ersten Kennenlernen trafen sich die Schüler beider Schulen an fünf Terminen zum gemeinschaftlichen Arbeiten. Dabei wurden die Jugendlichen von den Berufsfachschülern in Kleingruppen angeleitet. Neben diversen Aufgaben wie Messen und Sägen war vor allem das Schweißen ein Höhepunkt für alle Beteiligten. Hier konnten bereits einige Talente gesichtet werden. Seit Mitte April arbeiten die Schüler in der Schreinerei von Anton Frei in Zaisenhofen an den Liegeflächen für die Bänke. Der dortige Auszubildende hat auch eine Förderschule durchlaufen. Er unterstützt die Jugendlichen bei ihrer Arbeit und wird ihnen zeigen, welch vielfältige berufliche Möglichkeiten ihnen offen stehen.

Gefördert wird das Projekt durch den Europäischen Sozialfond (ESF). Die Schüler haben so die Möglichkeit, in die Arbeitswelt zu schnuppern. Sie erfahren, ob ihnen ein Beruf Spaß bereiten wird und welche Herausforderungen auf sie warten. Solche Projekte tragen auch zu einem großen Teil zur Integration von Schülern aus dem Förderschulbereich in den Arbeitsmarkt und somit zur Inklusion bei. „Im Handwerk ist es nicht wichtig, woher man kommt, sondern wohin man möchte“, sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm. „Wer sich einbringen will und Lust hat, etwas zu bewegen, ist im Handwerk sehr gut aufgehoben“, so Mehlich weiter.

In kleinen Gruppen erfahren die Schüler alles über den Umgang mit dem Werkstoff Metall. (Foto:  Handwerkskammer Ulm)