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30. Juni 2020

Materielle Bindungsinstrumente kennen und nutzen

Neben dem Betriebsklima, der eigenverantwortlichen und abwechslungsreichen Tätigkeit und einer guten Personalführung, spielen auch finanzielle Anreize eine große Rolle für eine gute und langfristige Arbeitsbeziehung.

Eine angemessene Bezahlung für seine Arbeit erwartet jeder Mitarbeiter als ganz selbstverständlich. Aber trotzdem ist das Einkommen für Bewerber eines von mehreren wichtigen Kriterien bei der Auswahl ihres zukünftigen Arbeitsplatzes. Und für Mitarbeiter kann die Bezahlung den Ausschlag geben zu wechseln, wenn die Aufgaben an sich, das Betriebsklima und die Möglichkeiten, sich fachlich und persönlich weiterentwickeln zu können, nicht mehr passen.

In vielen Betrieben richtet sich die Vergütung nach Tarifverträgen. Anderswo wird ausgehandelt und vertraglich vereinbart. Das bisschen Mehr gegenüber dem Durchschnitt oder dem Tarifvertrag kann sich durchaus lohnen, wenn man besonders wertvolle Mitarbeiter halten möchte. Die Gegenrechnung ist immer: Was entgeht uns an Umsatz und Gewinn, wenn derjenige geht und nicht so einfach zu ersetzen ist?

Darüber hinaus können Arbeitgeber die Leistung von Mitarbeitern im Rahmen der steuerrechtlichen Bestimmungen finanziell belohnen. Auch wenn das nur zusätzlich zur persönlich gezeigten Anerkennung sinnvoll ist: Der Mensch freut sich.  

Gutes Geld für gute Leistung – Extrageld für sehr gute Leistungen! Die erfolgsabhängige Bezahlung ist für Handwerksbetriebe im Grunde nichts Neues. Wenn ein besonders kniffliger Auftrag zur Freude des Kunden gut und rechtzeitig abgeschlossen wurde, haben kluge Chefs schon immer etwas oben drauf gelegt. Verknüpft man den Bonus oder die Prämie freilich mit gemeinsam verabredeten Zielen, dann haben die Mitarbeiter eine klare Ansage, wofür sie sich anstrengen. Sie entscheiden schließlich mit, was sie am Ende des Monats ausgezahlt bekommen. Das Gute daran: Solche Boni oder Prämien, die jährlich verabredet werden, können bei schlechter Auftragslage auch mal ausbleiben. Wer klar kommuniziert, warum sie wegfallen, wird bei seinen Mitarbeitern häufig auf viel Verständnis treffen.

Zuschüsse zu den Fahrtkosten oder ein Jobticket für regionale Verkehrsnetze sind stets willkommen. Ebenso vermögenswirksame Leistungen, also Zuschüsse zum Spar- oder Bausparvertrag.

Mit Leistungen zur betrieblichen Altersvorsorge kann man sich als sozialer Arbeitgeber profilieren, der Wert auf die Absicherung seiner Mitarbeiter legt. Die vereinbarten Beträge können monatlich oder in Form von Sonderzahlungen oder jährlichen Gewinnbeteiligungen in die betriebliche Altersvorsorge fließen.

Im ersten Teil der Webinarserie „Entgelt – Baukasten für Betriebe“ erfahren Sie welche Möglichkeiten der Brutto-Netto-Lohnoptimierung es gibt. Dazu begrüßen wir als Gastreferentin Frau Andrea Schmid-Förster vom Bund der Steuerzahler Baden-Württemberg e. V.

Weitere Infos zum Webinar und zur Anmeldung finden Sie hier.