Ein Videobeweis für das Handwerk

Einen Videobeweis gibt es nicht nur im Sport. Auch bei der Handwerkskammer haben wir ihn. Im Vorfeld zur Bundestagswahl haben wir uns mit unseren Kandidaten zwischen Ostalb und Bodensee über die Themen des Handwerks ausgetauscht. Diese Diskussionen haben wir aufgezeichnet. Versprochen wurde uns vieles: Mehr Digitalisierung, weniger Bürokratie, eine starke Ausbildung. Nun gilt es für die gewählten Abgeordneten diese Versprechen in Berlin auch einzulösen.

Wir Handwerkerinnen und Handwerker sind mit einer Million Handwerksbetrieben in Deutschland Motor der Wirtschaft. Ob Brötchen, Straßen oder Brillen — mit unseren Leistungen versorgen wir die Bevölkerung. Wir helfen bei Zukunftsaufgaben wie Klimaschutz und Energiewende und prägen die Gesellschaft. Ein Buchbinder oder Orgelbauer arbeitet mit modernen Techniken und doch ist sein Handwerk immaterielles Kulturerbe. Dafür brauchen wir die passenden Rahmenbedingungen. Wir wollen in unserem Handwerk arbeiten, unsere Techniken weiterentwickeln. Wir wollen nicht Formulare über die Außentemperatur ausfüllen, wenn wir ein Produkt beim Kunden einbauen.

Als Schreiner entwerfe ich in meinem Kopf ein Möbelstück, das ich zeichnen, planen und auch bauen kann. Ich arbeite eigenständig und kreativ. Das ist es doch, was junge Menschen sich von ihrem Beruf erhoffen. Im Handwerk können sie all das haben. Nie stehen bleiben, Spaß bei der Arbeit haben und Geld verdienen. Die Politik kann die freie Berufswahl von Jugendlichen unterstützen, indem sie beide Ausbildungswege — berufliche Ausbildung und Studium — finanziell gleichwertig fördert. Das kann über das Azubi-Ticket oder ein gebührenfreies Meister- oder Technikerstudium gelingen, wie an der Universität. Auf Bundesebene braucht es dazu eine Exzellenz-Initiative für die berufliche Bildung.


Wilfried Pfeffer, Arbeitnehmer-Vizepräsident der Handwerkskammer Ulm aus dem Landkreis Ravensburg

Dieser Kommentar ist erschienen in der DHZ-Ausgabe 19.

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