Es gibt immer etwas zu tun

Wir Handwerkerinnen und Handwerker sind eine wichtige Stütze für unsere Wirtschaft. Wir bauen, modernisieren und verschönern. Wir motivieren, inspirieren und erschaffen das, was uns als Gesellschaft voranbringt. Damit das so bleibt, brauchen unsere Handwerksbetriebe aber auch verlässliche Rahmenbedingungen. Im Jahr 2023 konnten wir politisch wieder viel für das Handwerk in unserer Region erreichen. Zum Beispiel hat sich unsere Handwerkskammer beim Thema Industriestrom nicht abschütteln lassen. Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass auch unsere Handwerksbetriebe bezahlbaren Strom brauchen. Die Hartnäckigkeit hat sich auf jeden Fall gelohnt. Denn die Bundesregierung hat unsere Forderung gehört: auch viele energieintensive Handwerksbetriebe profitieren zukünftig von den beschlossenen Erleichterungen.

Und auch beim Thema Maut auf Landes- und Kommunalstraßen konnten wir einen Teilerfolg verbuchen. Zumindest in der aktuellen Legislaturperiode wird es keine Maut geben. Wir werden uns auch weiterhin für eine Handwerker-Ausnahme stark machen. Denn: unsere Handwerksbetriebe sind der falsche Adressat. Sie transportieren keine Güter über die Straße. Sie fahren zu ihren Kunden, um handwerkliche Leistungen zu erbringen. Eine Landesmaut würde nur weitere bürokratische Belastungen mit sich bringen. Und davon haben unsere Betriebe schon genug. Sie werden oft zum Hilfs-Sheriff von Staat und Verwaltung. Dabei wollen sie vor allem eines: ihrer Arbeit nachkommen! Es mangelt nicht an Herausforderungen und es gibt mehr als genug zu tun. Das wird sich auch 2024 nicht ändern.  

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien schöne Feiertage. Nutzen Sie die Zeit zur Entspannung und tanken Sie Kraft, damit Sie in ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr starten können.


Joachim Krimmer, Präsident der Handwerkskammer Ulm.

Dieser Kommentar ist erschienen in der DHZ-Ausgabe 24-2023.

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